Grip it and rip it

Matt Damon und Ben Affleck gegen die Polizei: Schauspieler werden für „The Rip“ verklagt

Für Netflix war der Film „The Rip“ ein voller Erfolg, doch eine Klage könnte diesen Umstand nun ändern …

Matt Damon und Ben Affleck sitzen in „The Rip“ auf zwei Plastikstühlen.
„Mattfleck“ gegen den Rest der Welt: Das Schauspielduo wird für den Film „The Rip“ verklagt. Foto: Claire Folger/Netflix

Es ist schon etwas ironisch: Vor einigen Monaten flimmerten Ben Affleck und Matt Damon noch als zwei Cops aus Miami in Netflix‘ „The Rip“ über die heimischen Fernsehgeräte und nun wird das Duo für ihre Rollen von zwei echten Polizisten aus Miami verklagt. Aber hat diese Klage Hand und Fuß oder haben die beiden Weltstars nichts zu befürchten?

„The Rip“: Verfremdet der Film die Realität?

In „The Rip“ schlüpften Matt Damon und Ben Affleck in die Rollen von Lieutenant Dane Dumas und Detective J.D. Byrne, die im Rahmen einer Razzia 20 Millionen US-Dollar aus Drogenhandel in einem Haus entdecken. Sie werden dann mit der moralischen Frage konfrontiert, ob es in Ordnung sei, dieses Geld nicht zu melden und es stattdessen zu unterschlagen.

Die Handlung des Films ist an einen echten Fall angelehnt, der sich 2016 ereignete. In diesem hatten die Miami-Polizisten Jason Smith und Jonathan Santana 21 Millionen US-Dollar gefunden und diese in Gewahrsam gebracht. Per se ist diese Inspiration realer Ereignisse auch nichts Neues, aber die Kläger Smith und Santana haben folgendes Problem: „Die Verwendung einzigartiger, nicht allgemeiner Details der Ermittlungen vom 29. Juni 2016 in dem Film, in Verbindung mit dem Schauplatz Miami-Dade und der Darstellung eines Drogenfahndungsteams, lässt den begründeten Schluss zu, dass es sich bei den dargestellten Beamten um die Kläger handelt.“

Ein weiteres Problem, das Smith und Santana mit dem Film haben, ist die Tatsache, dass zwar zu Beginn von „The Rip“ behauptet wird, dass der Film auf realen Ereignissen basieren würde, aber abgesehen von der Beschlagnahmung des Geldes alle weiteren Ereignisse rund um Damon und Affleck nicht passiert sind.

Nachwirkungen: Haben Matt Damon und Ben Affleck Rufmord begangen?

Seit dem Erscheinen von „The Rip“ sollen sich laut Smith und Santana die Anschuldigungen in ihrem Bekanntenkreis gehäuft haben, dass sie Gelder rund um die Beschlagnahmung genutzt haben sollen, um ihre Grundstücke aufzubessern, sich Fahrzeuge zu kaufen und ihre Kinder auf Privatschulen zu schicken.

Die Anwälte der Partei Smith-Santana geben an, dass „Zuschauende das Miami-Dade Police Department und die Kläger mit der korrupten Darstellung aus „The Rip“ verbinden“. Bereits vor der Veröffentlichung des Films sollen die Kläger versucht haben, diesen mithilfe einer Unterlassungsklage zurückzuhalten.

Matt Damon und Ben Affleck: Das sagen ihre Anwälte

Laut den Anwälten von Smith und Santana sollen die Repräsentanten von Affleck und Damon festgestellt haben, dass die Bedenken ungerechtfertigt seien, da der Film Sergeant Smith niemals beim Namen nennt und der Film keinerlei Raum für Implikationen lasse, dass die Kläger irgendein Fehlverhalten an den Tag gelegt hätten.

Im Raum der Klage stehen etliche Forderungen. So wollen Smith und Santana nicht nur Schmerzensgeld, Kompensation und die Begleichung ihrer Anwaltskosten, sondern auch „eine öffentliche Klarstellung und Rücknahme“ sowie das Anfügen eines Hinweises an den Film. Mit dem Hinweis ist voraussichtlich eine Aussage in den Zügen von „Alle dargestellten Personen und Ereignisse sind rein fiktiv“ gemeint.