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„Mama ist die Best(i)e“ im ZDF: Warum der ungewöhnliche Krimi jetzt alle überrascht

Mit „Mama ist die Best(i)e“ zeigt das ZDF einen ungewöhnlichen Krimi-Zweiteiler mit Adele Neuhauser. Warum der Film so anders ist als typische Montagabend-Krimis und weshalb Fans einschalten sollten, erfährst du hier.

Schauspielerin Adele Neuhauser verkörpert die Unternehmerin Gloria Almeda.
Schauspielerin Adele Neuhauser verkörpert die Unternehmerin Gloria Almeda. Foto: ZDF/Fabio Eppensteiner

Der ZDF-Montag steht normalerweise für klassische Krimireihen wie „Nord Nord Mord“, „Die Toten vom Bodensee“ oder andere etablierte Publikumslieblinge. Doch diesmal geht der Sender einen anderen Weg: Mit „Mama ist die Best(i)e“ läuft ein ungewöhnlicher Zweiteiler, der Krimi, Familiendrama und schwarze Komödie miteinander verbindet.

Im Mittelpunkt steht Schauspielerin Adele Neuhauser, die vielen Zuschauerinnen und Zuschauern vor allem als Bibi Fellner aus dem Wiener „Tatort“ bekannt ist. In „Mama ist die Best(i)e“ zeigt sie nun eine ihrer wohl bissigsten Rollen der vergangenen Jahre – und sorgt damit schon vor der Ausstrahlung für Aufmerksamkeit.

Darum geht es in „Mama ist die Best(i)e“

Die Geschichte beginnt mit einem Knall: Vor zehn Jahren wurde die wohlhabende Unternehmerin Gloria Almeda wegen des Mordes an ihrem Ehemann Victor verurteilt. Nun kommt sie vorzeitig aus dem Gefängnis frei – und will endlich beweisen, dass sie unschuldig ist.

Doch die Rückkehr in die Villa ihrer Familie wird schnell zum Albtraum. Denn praktisch jeder in ihrem Umfeld hätte ein Motiv gehabt, Victor zu töten. Seine Kinder Leonie, Severin und Stella, sein Bruder Gaston, Freunde der Familie und sogar enge Vertraute verbergen dunkle Geheimnisse.

Während Gloria versucht, den wahren Täter zu entlarven, entwickelt sich der Zweiteiler zunehmend zu einem giftigen Familiendrama voller Intrigen, Lügen und überraschender Wendungen.

Darum ist der ZDF-Krimi anders als viele andere

Gerade Krimifans dürften schnell merken, dass „Mama ist die Best(i)e“ nicht dem typischen ZDF-Schema folgt. Anders als viele klassische TV-Krimis setzt der Film weniger auf Ermittlungsarbeit und stärker auf psychologische Spannungen innerhalb der Familie.

Hinzu kommt der ungewöhnliche Tonfall: Immer wieder kippt die Geschichte von düsterem Drama in bissigen schwarzen Humor. Viele Figuren wirken bewusst überzeichnet – fast wie Karikaturen der Wiener High Society.

Genau das macht den Reiz des Films aus. Statt ausschließlich auf Spannung setzt der Zweiteiler auf giftige Dialoge, emotionale Konflikte und ständig wechselnde Verdächtigungen. Dadurch bleibt bis zum Ende offen, wem überhaupt noch zu trauen ist.

Adele Neuhauser zeigt eine ihrer stärksten TV-Rollen

Besonders gefeiert wird bereits jetzt die Leistung von Adele Neuhauser. Die Schauspielerin verkörpert Gloria gleichzeitig arrogant, verletzlich, manipulativ und überraschend emotional. Autor Uli Brée erklärte über die Figur: „Glorias Weg von der Oberfläche zur Tiefe, von Selbsttäuschung zu Einsicht, ist nicht nur dramatisch, sondern auch berührend – und, in den richtigen Momenten, überraschend komisch.“

Auch Neuhauser selbst sprach im ZDF-Interview darüber, was sie an der Rolle gereizt habe: „Den Wandel zu zeigen, das hat mich gereizt.“ Vor allem Fans des Wiener „Tatort“ dürften überrascht sein, wie anders Neuhauser hier auftritt. Statt bodenständiger Ermittlerin spielt sie diesmal eine schillernde Antiheldin mit Hang zu Sarkasmus und Rachefantasien.

Hochkarätige Besetzung mit bekannten TV-Stars

Neben Adele Neuhauser ist der Zweiteiler prominent besetzt. Mit dabei sind unter anderem:

  • Stefanie Stappenbeck

  • Manuel Rubey

  • Elena Uhlig

  • Aglaia Szyszkowitz

  • Andreas Lust

  • Lara Mandoki

  • Edita Malovcic

Gerade Elena Uhlig sorgt als ehemalige Freundin von Gloria für einige der schärfsten und gleichzeitig komischsten Szenen des Films. Regisseurin Ute Wieland setzte bei den Dreharbeiten stark auf die Dynamik innerhalb des Ensembles. Vor Drehbeginn arbeitete sie mit den Schauspielerinnen und Schauspielern sogar an einer gemeinsamen „Familienaufstellung“, um die komplizierten Beziehungen glaubwürdig wirken zu lassen.

Könnte aus „Mama ist die Best(i)e“ mehr werden?

Offiziell ist „Mama ist die Best(i)e“ bislang als abgeschlossener Zweiteiler geplant. Dennoch könnte der Film durchaus Potenzial für weitere Geschichten bieten.

Gerade die Mischung aus schwarzem Humor, Familiendrama und Krimi erinnert an erfolgreiche Formate wie „Vorstadtweiber“ oder internationale Serien à la „Big Little Lies“. Auch deshalb spekulieren manche Zuschauerinnen bereits über mögliche Fortsetzungen oder weitere Filme mit Gloria Almeda.

Hinzu kommt der aktuelle Trend im deutschen Fernsehen: Immer häufiger setzen Sender auf ungewöhnlichere Krimiformate mit starken Frauenfiguren und gesellschaftlichen Konflikten statt auf klassische Ermittlergeschichten.

Quellen

  • ZDF/Pressemitteilung