Neue Regeln im Showbusiness

„Let’s Dance“-Verträge 2026 sollen Grusel-Klausel enthalten! Was hat RTL damit vor?

Ist den „Let’s Dance“-Stars wirklich klar, was sie mit ihrer Unterschrift akzeptieren? Diese krasse KI-Klausel im Vertrag sorgt jetzt für Diskussionen.

Joel Mattli, Milano und Anna-Carina Witschack stehen eng beieinander auf einer beleuchteten Tanzfläche und lächeln in die Kamera.
Welcher dieser Stars wird die aktuelle „Let’s Dance“-Staffel gewinnen? Foto: RTL / Stefan Gregorowius

„Let’s Dance“ befindet sich im Endspurt! Das bedeutet, dass nur noch drei Stars im Rennen um den Titel des „Dancing Stars“ kämpfen. Doch nach dem aufregenden Halbfinale sorgt plötzlich eine ganz andere Geschichte für Aufsehen. Denn die Promis haben offenbar Verträge unterschrieben, die es in sich haben!

Damit dürfen nicht nur Tänze, Interviews und emotionale Momente im Rahmen von „Let’s Dance“ ausgestrahlt werden. Auch nicht gesendetes Material kann demnach anderweitig verwendet werden, und das ohne eine erneute Zustimmung der Kandidat:innen. Was das genau bedeutet, liest du hier!

Wie hart ist die KI-Klausel wirklich?

Mit ihrer Unterschrift bestätigen die Stars nicht nur ihre Teilnahme an der beliebten Tanzshow, sondern geben dem Sender damit offenbar auch umfassende Nutzungsrechte an Bild-, Ton- und Videomaterial. Das betrifft sämtliches Material, das während der Produktion und Ausstrahlung entsteht.

Besonders krass soll dabei eine sogenannte KI-Klausel sein. Demnach könnten die aufgezeichneten Inhalte auch für den Einsatz in Systemen mit künstlicher Intelligenz genutzt werden. Das würde bedeuten, dass Sequenzen analysiert, archiviert oder technisch weiterverarbeitet werden dürfen, auch selbst dann, wenn sie nie im TV ausgestrahlt wurden. Für die Prominenten konnte das bedeuten, dass sie kaum Einfluss darauf haben, welches Material künftig in welchem Zusammenhang verwendet wird.

KI im Reality-TV: Wo liegen die Risiken?

Künstliche Intelligenz kann mittlerweile Stimmen imitieren, Gesichter realistisch nachbilden und Bewegungsabläufe analysieren. Dabei lässt sich das Bild- und Tonmaterial technisch verändern, kombinieren oder in neue Kontexte setzen. Genau hier beginnt die Diskussion: Wie weit dürfen Sender bei der Nutzung solcher Technologien gehen?

In den vergangenen Jahren sorgten immer wieder sogenannte Deepfakes für Schlagzeilen – also täuschend echte, KI-generierte Videos, in denen Personen Dinge sagen oder tun, die so nie stattgefunden haben. Solche Inhalte können dem Ruf schaden und missbräuchlich verwendet werden. Ob und in welchem Umfang eine Produktionsfirma tatsächlich so weitreichende Technologien einsetzt, ist nicht öffentlich bekannt. Doch unter welchen Bedingungen dürfen neue KI-generierte Inhalte überhaupt entstehen? Und was haben die Promis davon?

Verkaufen die Stars mehr Rechte, als ihnen bewusst ist?

Das Thema KI wird die Reality-Welt so schnell nicht mehr loslassen – und „Let’s Dance“ ist da vermutlich nur der Anfang. Können die Stars wirklich wissen, worauf sie sich da einlassen – oder wird hier gerade still und leise ein neues Kapitel im TV aufgeschlagen? Spannend bleibt es allemal.

Quellen