Sarah Engels

Kurz vor dem ESC: Für Sarah Engels beginnt Wien-Aufenthalt turbulent

Kurz vor dem großen ESC-Finale wird es für Sarah Engels direkt turbulent: Kaum in Wien gelandet, sorgt eine unerwartete Panne für Aufsehen.

Sarah Engels
Sarah Engels tritt für Deutschland beim diesjährigen ESC an. Foto: ARD/SWR/Claudius Pflug

Sarah Engels ist am Mittwoch in Wien angekommen – etwas mehr als eine Woche vor dem Finale des Eurovision Song Contests am 17. Mai. Doch statt entspannt in die heiße Probenphase zu starten, wartete am Flughafen direkt die erste Herausforderung.

Wie die Sängerin in ihren Instagram-Storys berichtete, hat die Fluggesellschaft Eurowings ihren Koffer „mit sämtlichen Kostümen und Outfits für den Eurovision Song Contest nicht mehr“. Eine denkbar ungünstige Situation – schließlich stehen in den kommenden Tagen wichtige Termine und Proben an.

Trotz der Panne bewahrte die 32-Jährige ihren Humor. An ihre Community gerichtet scherzte sie: „Also wenn ich dann im Schlafanzug auftrete, nehmt es mir nicht übel.“

Ob und wann das Gepäck wieder auftaucht, ist bislang nicht bekannt.

Euphorischer Empfang für Sarah Engels

Der Stimmung tat der Zwischenfall zunächst keinen Abbruch. Am Wiener Flughafen wurde Sarah Engels begeistert empfangen: Eine Gruppe deutscher ESC-Fans begrüßte die Sängerin mit großer Euphorie. In der kommenden Woche tritt sie mit dem Song „Fire“ für Deutschland an. Für Engels ist die Teilnahme eine besondere Ehre. Es fühle sich „unreal“ an, plötzlich „ganz Deutschland“ zu vertreten, erklärte sie.

In den internationalen Wettbüros liegt Sarah Engels mit „Fire“ aktuell im Mittelfeld des 35-köpfigen Teilnehmerfeldes.

Als Favoriten gelten derzeit das finnische Duo Linda Lampenius und Pete Parkkonen mit dem Song „Liekinheitin“, gefolgt vom Griechen Akylas mit seiner Spaßnummer „Ferto“. Auch Beiträge aus Dänemark, Australien, Frankreich und Israel werden gute Siegchancen eingeräumt.

Allerdings haben die Wettbüros zuletzt an Treffsicherheit eingebüßt – was durchaus Spielraum für Überraschungen lässt.

SWR, Vorentscheid, Kritik: Diskussionen um ihre Nominierung

Für den Südwestrundfunk (SWR), der nach dem Rückzug des Norddeutschen Rundfunks in diesem Jahr erstmals die Federführung innerhalb der ARD übernimmt, wäre ein solides Abschneiden besonders wichtig.

Bereits im Vorfeld hatte es Kritik am vom SWR verantworteten Vorentscheid gegeben. Die Zuschauer entschieden ohne Jurymitsprache – und wählten Sarah Engels. Kritiker bemängelten, dass ihre große Beliebtheit in sozialen Netzwerken möglicherweise den Ausschlag gegenüber der Konkurrenz gegeben habe.

Die Sängerin selbst lässt die Diskussionen an sich abperlen. Vor dem Finale zeigt sie sich sympathisch und unaufgeregt.

Nach ihrem Auftritt bei einer ESC-Vorparty im niederländischen Amsterdam schwärmte sie vom Wettbewerb: „So viel Liebe, so viele besondere Menschen und ein Gefühl, das man kaum in Worte fassen kann.“

Fest steht: Der ESC-Countdown läuft – und auch wenn der Start in Wien holprig war, lässt sich Sarah Engels die Vorfreude auf ihren großen Auftritt am 17. Mai offenbar nicht nehmen.

Quellen