Fernsehen

KiKA droht das Aus – Nach 27 Jahren ist hier bald Schluss

Der Kinderkanal KiKA steht vor einer historischen Veränderung: Eine geplante Rundfunkreform könnte das Ende seines linearen TV-Programms bedeuten – und den Sender vollständig ins Internet verlagern.

KIKA LOGO
KiKa steht vor dem Aus. Foto: IMAGO / Bild13

KiKa steht vor dem TV-Aus! Nach fast drei Jahrzehnten könnte der beliebte Kinderkanal bald nur noch online existieren. Die geplante Rundfunkreform von ARD und ZDF sieht vor, das lineare TV-Programm einzustellen und KiKA vollständig ins Netz zu verlagern. Der neue Reformstaatsvertrag soll am 1. Dezember 2025 in Kraft treten – vorausgesetzt, alle 16 Bundesländer stimmen der Änderung zu.

Der öffentlich-rechtliche Rundfunk soll zukunftsfähiger werden

Der von den Bundesländern entworfene Reformstaatsvertrag soll den öffentlich-rechtlichen Rundfunk zukunftsfähiger und effizienter machen. Dem Entwurf zufolge wird der KiKA künftig kein klassisches TV-Programm mehr anbieten. Stattdessen sollen sämtliche Inhalte nur noch online – also über Mediatheken, Streamingdienste oder Apps – abrufbar sein. Damit würde die Ausstrahlung über Satellit, Kabel und Antenne entfallen, und der Kinderkanal wäre ausschließlich im Internet verfügbar.

Die geplante Reform betrifft jedoch weit mehr als nur den Kinderkanal. Auch das übrige öffentlich-rechtliche System steht vor einem Umbau: Textangebote im Netz sollen reduziert, Spartensender möglicherweise zusammengelegt und die Strukturen von ARD, ZDF und Deutschlandradio insgesamt schlanker und digitaler gestaltet werden. Noch haben allerdings drei Bundesländer nicht endgültig über den Vertrag entschieden.

Quellen

  • Presseportal ZDF