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Stefanie Giesinger über „das Risiko, dass man sich verliert”

Influencerin, Model, Unternehmerin – für Stefanie Giesinger begann mit ihrer Teilnahme bei GNTM eine steile Karriere. Im Interview mit tvmovie.de sprach sie auch über die Kritik an der Show. 

Stefanie Giesinger Extra Professional PR Event
Soziale Medien und die Modelwelt sind ihre Steckenpferde – doch Stefanie Giesinger weiß: Beides muss man mit Vorsicht genießen. Foto: Stephie Braun

2014 gewann Stefanie Giesinger (26) die neunte Staffel „Germany's Next Topmodel” – heute ist sie erfolgreicher denn je, modelt für große Mode-Marken wie Tommy Hilfiger oder Gucci. Seit kurzem ist sie außerdem das neue Gesicht der Kaugummi-Marke „Extra Professional“. In einem persönlichen Interview durften wir mit ihr über ihre Karriere, die Teilnahme bei GNTM und die Chancen und Tücken der sozialen Medien sprechen. 

TVMovie.de: Du bist das neue Gesicht von Extra Professional – was verbindest du persönlich mit Kaugummi?

Stefanie Giesinger: Seit meiner Schulzeit kaue ich nach dem Essen gern sofort Kaugummi. Man fühlt sich einfach super schnell unwohl, nachdem man was gegessen hat.

Das Doofe ist, dass man in der Schule zum Beispiel oft keinen Kaugummi kauen darf – obwohl ich immer schon das Gefühl hatte, dass ich mich damit besser konzentrieren kann. Mir persönlich hilft es auch mit meinem Selbstbewusstsein. Deswegen sollte sich das noch verändern.

Gibt es etwas, was du in Zukunft gern noch erreichen möchtest?

Stefanie Giesinger: Ich will unbedingt bald ein Yoga-Teacher-Training machen. Nicht weil ich Yoga-Lehrerin werden möchte, sondern weil ich einfach selbst wissen will, was ich tun kann, wenn ich Knieprobleme oder Rückenschmerzen habe. Ich möchte mich mehr damit auskennen, wie ich mein Wohlbefinden unterstützen kann.

Und ich möchte auch meine Freunde und meine Familie gesundheitlich unterstützen.

Möchtest du das hier in Deutschland machen? Oder lieber auf Bali, wo du letztens erst warst?

Stefanie Giesinger: Bali wäre die Number One Choice. Mal schauen, vielleicht schaffe ich es noch dieses Jahr.

Ist Reisen für dich auch ein Grund, weshalb du Model geworden bist?

Stefanie Giesinger: Ich war ja zuerst Model, dann bin ich gereist. Bevor ich bei GNTM war, war ich einmal in der Türkei und einmal in Ägypten, das war’s.

Dann fing das mit GNTM an, dass ich das erste Mal in Los Angeles war, in Singapur und dann war ich ununterbrochen auf Reisen. Für mich gibt es nichts Schöneres. Ich leide auch nicht wirklich darunter. Viele beschweren sich dann, wenn sie viel im Flugzeug oder im Zug sitzen. Ich mag das so gerne, diese Momente zu haben, wo ich bei mir sein kann, journaln kann, lesen kann.

Kann es auch mal anstrengend werden?

Stefanie Giesinger: Mit wenig Schlaf – ja. Aber dann ist auch alles anstrengend. Ich liebe es zu reisen, ich liebe es, neue Städte zu sehen. Auch wenn ich manchmal nicht ganz so viel von einer Stadt sehe durch meinen Job, ist das trotzdem ein Erlebnis.

Würdest du heute wieder den gleichen Weg einschlagen?

Stefanie Giesinger: Ich würde es genau so machen. Aber ich bin auch keine Befürworterin davon, dass man in der Zukunft etwas verändern will. Es ist alles so gekommen, wie es hätte kommen sollen.

Stefanie Giesinger Extra Professional PR Event
Foto: Stephie Braun

Du bist mittlerweile auch Influencerin, hast mehrere Millionen Follower*innen. Aber gerade der Plattform Instagram und den Inhalten dort wird viel Fake vorgeworfen. Wie gehst du damit um, was macht das mit dir?

Stefanie Giesinger: Ich glaube, man muss dort alles mit Vorsicht betrachten und konsumieren. Das Gute ist: Man hat es selbst in der Hand, man kann schauen, welcher Person man folgt, wieviel Zeit man auf Social Media verbringt, ob man sich mit anderen vergleicht oder ob das eher ein kreatives Tool ist.

Ich glaube, Instagram und generell Social Media kann einem super viel Freiheit und generell Kreativität und Inspiration schenken. Aber wenn man das total unbewusst konsumiert und zu jung dafür ist, kann das auch gefährlich sein.

Wie entscheidest du, was du postest und was nicht?

Stefanie Giesinger: Ich finde es schwer, Grenzen oder Do’s und Dont’s aufzustellen, weil ich mich jeden Tag nach etwas anderem fühle. Aber ich poste immer das, worauf ich Lust habe. Manchmal sind das private Einblicke und manchmal sind das Shootings. Aber ich glaube, es wird immer mehr zu „Arbeit und Kreativität“ und wenige „Das ist meine Privatsphäre“. Einfach, weil ich älter werde und merke, dass mir das wichtiger wird.

Was für Chancen und Risiken hat man durch Instagram und Co.?

Stefanie Giesinger: Man hat eine Chance, sich zu zeigen. Als Model ist das heutzutage deine Setcard. Und für alle anderen ist es die Visitenkarte, egal was man macht beruflich. Das Risiko ist immer, das man sich da ein bisschen verliert. Man kann sich natürlich auch nur mit Freunden und Familie vernetzen – wie schon gesagt, man hat die Zügel selbst in der Hand.

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Wie hast du die Kritik an GNTM wahrgenommen?

Stefanie Giesinger: Ich finde es gut, dass die Leute alles ein bisschen hinterfragen, was sie konsumieren und was im Fernsehen gezeigt wird und es muss sich ja auch weiter verändern. Ich verstehe auch einige Kritikpunkte, aber es ist für mich nach wie vor eine Reflexion der Modewelt. Und in der Modewelt passiert so viel, was sich verändern muss. Ich hoffe, dass das einen Diskurs anstößt, der Veränderung mit sich bringt.

Bei GNTM hat sich viel verändert. Was denkst du darüber?

Stefanie Giesinger: Es ist auch da für mich eine Reflexion der Modewelt. Man merkt eine Veränderung, aber meiner Meinung nach immer noch keine Veränderung, die groß genug ist, damit sich alle Menschen repräsentiert fühlen. Es ist nicht so leicht. Von außen ist es immer einfach zu sagen: Das muss anders sein und das muss anders sein. Aber es ist ein Prozess und das finde ich schön. Ich finde das auch super wichtig und gut, dass Social Media einen immer höheren Stellenwert dort bekommt, denn genauso ist es auch in der Modelwelt.

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