Heute Abend im TV: In diesem unterschätzten Filmjuwel spielt Tom Hanks die wichtigste Disney-Figur überhaupt
Wer Tom Hanks und Zungenbrecher liebt, sollte heute Abend auf seine Kosten kommen, denn der Disney Channel zeigt die Entstehungsgeschichte hinter einem absoluten Disney-Klassiker.

Tom Hanks, Emma Thompson, Colin Farrell und Paul Giamatti: Das sind nur einige Stars, die sich heute Abend in einem häufig übersehenen Disney-Live-Action-Film tummeln, der die Geschichte eines der wichtigsten Filme des Studios aus einer ganz anderen Perspektive beleuchtet. Doch um welchen Film handelt es sich und welche Rolle spielt Tom Hanks in diesem Unterfangen?
Mary Poppins mal anders: Was hat es mit „Saving Mr. Banks“ auf sich?
2013 erschien mit „Saving Mr. Banks“ ein etwas anderer Versuch, die Geschichte von „Mary Poppins“ aufzuarbeiten. Statt ein weiteres Live-Action-Reboot zu drehen, entschied man sich, zu erzählen, wie es überhaupt zur Entstehung des Filmklassikers von 1964 gekommen ist. Ein ähnliches Konzept versuchte man Jahre später erneut mit „Christopher Robin“ mit Ewan McGregor.
Inhaltlich geht es nämlich um die Autorin hinter „Mary Poppins“, P. L. Travers (Emma Thompson), die sich mit niemand Geringerem als Walt Disney (Tom Hanks) trifft, der seinen Töchtern versprochen hat, Travers’ Werk als Film zu adaptieren. Leichter gesagt als getan, denn diese sieht in Disney nicht mehr als den Produzenten alberner Trickfilme.
Dennoch lässt Travers sich breitschlagen, innerhalb von zwei Wochen ein Drehbuch zu erarbeiten, und reist dafür extra nach Los Angeles. Um den Prozess zu sabotieren, fängt sie an, absurdeste Forderungen zu stellen, wie unter anderem, dass ihre Gespräche mit dem Drehbuchautor Don DaGradi (Bradley Whitford) auf Tonband aufgezeichnet werden oder dass die Farbe Rot im Film nicht vorkommen darf. Disney willigt kontinuierlich ein – einzig und allein, um seinen Töchtern ihren Wunsch zu erfüllen.
Während dieses gesamten Prozesses reflektiert Travers ihre durchwachsene Kindheit, die vor allem von ihrem alkoholkranken Vater (Colin Farrell) geprägt war.
Echte Kulissen, echte Gefühle: Was „Saving Mr. Banks“ so besonders macht
Neben dem wirklich namhaften Cast, insbesondere Hanks, der tatsächlich über mehrere Ecken mit Disney verwandt sein soll, sind die größte Besonderheit von „Saving Mr. Banks“ die Kulissen. Man griff nämlich auf etliche Orte zurück, die unweigerlich zu dem Film gehören.
So nutzte man beispielsweise das TCL Chinese Theatre, wo damals die Premiere von „Mary Poppins“ stattfand, als Drehort, um diesen historischen Moment nachzustellen. Darüber hinaus griff man auf firmeninterne Vorteile zurück und drehte auch im Disneyland in Anaheim oder in den Studios in Burbank, in denen damals auch „Mary Poppins“ gedreht wurde.
Darüber hinaus ist der Titel des Films ebenfalls sehr interessant. In „Mary Poppins“ gibt es die Figur Mr. Banks, die von Travers’ echtem Vater inspiriert ist. Da Travers für diese Figur ein positives Ende möchte, gerät sie in eine Diskussion mit Disney, der das fundamental anders sieht. Früher oder später willigt er aber ein und „saved“ somit Mr. Banks.
Wer sich selbst von „Saving Mr. Banks“ überzeugen möchte, hat heute Abend die Chance. Der Film läuft nämlich ab 20:15 Uhr auf dem Disney Channel. Für all jene, die etwas ungeduldigerer Natur sind, gibt es ebenfalls gute Nachrichten, denn man kann den Film auch schon jetzt im Abo auf Disney Plus schauen.









