„Forsthaus Rampensau“ unter Druck: Warum Joyn vor Marc-Robins Aussagen warnt
Schon vor der Ausstrahlung greift Joyn ein: Wegen frauenfeindlicher Aussagen eines Kandidaten blendet der Sender eine Triggerwarnung ein – und bringt „Forsthaus Rampensau“ in Erklärungsnot.

Schon vor Beginn der elften Folge von „Forsthaus Rampensau Germany“ greift der Sender zu einer ungewöhnlichen Maßnahme: Eine deutliche Triggerwarnung soll Zuschauer:innen auf Inhalte vorbereiten, die als emotional belastend empfunden werden könnten. Der Grund dafür sind Aussagen von Kandidat Marc-Robin Wenz, die laut Joyn ein diskriminierendes Frauenbild widerspiegeln. Der Streamingdienst macht unmissverständlich klar, dass man sich von diesen Äußerungen ausdrücklich distanziert.
Marc-Robin Wenz: Abwertende Aussagen sorgen für Fassungslosigkeit
Kurz nach Beginn der Folge werden die angekündigten Szenen ausgestrahlt. In einer Gesprächsrunde in der Küche berichtet Marc-Robin von einer früheren Einladung zu einem Springbreak-Event, bei dem er nach eigener Darstellung als VIP gefeiert worden sei. Im Zuge dieser Erzählung äußert er sich mehrfach abfällig über anwesende Frauen und verwendet dabei Begriffe, die von seinen Mitstreiter:innen sofort als problematisch eingeordnet werden. Dilara Kruse reagiert sichtlich irritiert und weist ihn darauf hin, dass diese Wortwahl nicht akzeptabel sei. Marc-Robin relativiert zwar kurz, setzt seine Erzählung jedoch fort – inklusive weiterer Schilderungen, die Gewaltfantasien, Demütigungen und eine klare Objektifizierung von Frauen beinhalten. Die Situation bleibt angespannt, direkte Einsicht zeigt er in diesem Moment nicht.
Während Marc-Robin im Gespräch selbst keine klare Grenze zieht, fällt die Reaktion seiner Mitbewohner:innen umso deutlicher aus – allerdings größtenteils im Einzelinterview. Dilara beschreibt sein Verhalten dort als Ausdruck eines Frauenbildes, in dem er sich selbst über andere erhebt und Frauen herabsetzt. Auch Maurice Dziwak zeigt sich tief betroffen. In einem Gespräch mit seinem Vater hinterfragt er offen, wie jemand mit familiärem Umfeld derart respektlos über Frauen sprechen könne. Die Diskussion zieht sich über mehrere Folgen hinweg und belastet spürbar die Stimmung im Haus.
„Forsthaus“-Produktion reagiert – und setzt ein Zeichen
Später versucht Teampartnerin Henna Urrehman Marc-Robin direkt mit den Vorwürfen zu konfrontieren. Sie erklärt ihm ruhig, warum seine Aussagen verletzend und nicht hinnehmbar seien. Doch statt Selbstkritik folgt Abwehr: Marc-Robin betont, er sehe sich selbst als besonders frauenfreundlich und könne nicht nachvollziehen, was an seinen Aussagen falsch gewesen sei. Diese fehlende Reflexion verstärkt die Kritik zusätzlich – sowohl im Forsthaus als auch bei den Zuschauer:innen.
Dass Joyn die Folge mit einer Triggerwarnung versieht, ist ein klares Signal: Solche Aussagen sollen nicht normalisiert werden. Der Sender weist explizit darauf hin, dass die gezeigten Inhalte emotional herausfordernd sein können und distanziert sich öffentlich von der Haltung des Kandidaten.








