Fire TV Cube oder Fire TV Stick: Was der Würfel besser kann
Wer zwischen dem Amazon-Fire-TV-Sortiment wählen muss, steht vor einer entscheidenden Frage: Reicht der günstige Fire TV Stick oder lohnt sich die Investition in den deutlich teureren Fire TV Cube?
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Der Fire TV Cube der 3. Generation zeigt eindrucksvoll, warum sich manche Investitionen auszahlen. Während die Fire TV Sticks lediglich Inhalte auf den Fernseher bringen, ist der Amazon Fire TV Cube ein sprachgesteuertes Entertainment-System. Somit geht er weit über einfaches Streaming hinaus und wird quasi zur Kommandozentrale des digitalen Wohnzimmers.
Der Fire TV Cube ist ein Streaming-Multitalent
Während der Fire TV Stick herkömmliche Fernseher zu Smart-TVs aufrüstet und hauptsächlich WLAN sowie Streaming-Apps nachliefert, funktioniert der Fire TV Cube (3. Generation) grundlegend anders. Bei den Sticks bleibt die Fernbedienung unverzichtbar – auch für Sprachbefehle muss die Fernbedienung in der Hand liegen.
Die Cube Fire TV Modelle, insbesondere die Fire TV Cube 3. Generation, brechen mit dieser Limitation. Sie kombinieren die Streaming-Funktionen des Fire TV Stick mit einem vollwertigen Echo-Lautsprecher. Das Ergebnis: Der Fernseher lässt sich komplett per Zuruf steuern – selbst wenn die Fernbedienung mal wieder im Sofa verschwunden ist. Wer bereits ein Smart Home mit Amazons Fire TV Cube System aufgebaut hat, kann dieses natürlich ebenfalls über den Würfel steuern.
Fire TV Cube Spezifikationen: Die komplette Ausstattung
Die technische Ausstattung des Fire TV Cube der 3. Generation unterstreicht seinen Performance-Vorsprung gegenüber den Fire TV Sticks deutlich: Im Inneren arbeitet ein leistungsstarker Octa-Core-Prozessor mit vier Kernen à 2,2 GHz und vier Kernen à 2,0 GHz, flankiert von einer ARM G52 MP8 GPU bei 800 MHz.
Unterstützt wird die Rechenpower von 2 GB LPDDR4/x-Arbeitsspeicher (4224 MT/s) und 16 GB internem Flash-Speicher, die für flüssige Navigation und schnelle App-Starts sorgen. Bei der Konnektivität glänzt der Cube mit modernem Wi-Fi 6E Triband (802.11a/b/g/n/ac/ax), Bluetooth 5.0 + LE, einem fest integrierten Ethernet-Anschluss (10/100 Mbit/s) sowie einem USB-A 2.0-Port für zusätzliche Peripherie.
Auf der AV-Seite beherrscht das Gerät 4K Ultra HD-Ausgabe mit bis zu 60 fps und unterstützt alle gängigen HDR-Formate (HDR10, HDR10+, Dolby Vision, HLG), während Dolby Atmos und 7.1 Surround Sound sowie HDMI-Audio Passthrough bis 5.1 für ein echtes Heimkino-Erlebnis sorgen. Neben den Video-Codecs H.265, H.264, VP9 und AV1 beherrscht der Cube auch vielfältige Audio-Formate wie AAC-LC, AC3, eAC3, FLAC, MP3, PCM/Wave und Vorbis.
Zu den Besonderheiten zählen das 4-Mikrofon-Array für präzise Fernfeld-Sprachsteuerung, ein HDMI 2.1-Eingang und -Ausgang, eine IR-Verlängerung für die Steuerung weiterer Geräte sowie native Unterstützung für Auflösungen von 2160p, 1080p und 720p bis zu 60 fps. Trotz dieser umfangreichen Ausstattung bleibt der Fire TV Cube mit Maßen von 86 × 86 × 77 mm und einem Gewicht von 513 g überraschend kompakt und bietet damit Premium-Performance für anspruchsvolle Heimkino-Setups.

Was kann der Cube mehr als der Stick?
Der Leistungsunterschied zwischen den Fire TV Cubes und den Stick-Modellen wird in der Praxis deutlich spürbar. Der Fire TV Cube (3. Genration) bietet mehrere entscheidende Vorteile:
Echte Sprachsteuerung ohne Fernbedienung: Vier Fernfeld-Mikrofone ermöglichen die Steuerung aus der Distanz. "Alexa, schalte den Fernseher ein" funktioniert auch vom anderen Ende des Raums. Fire TV Sticks erfordern hingegen das Drücken der Mikrofon-Taste an der Fernbedienung.
HDMI-Passthrough für externe Geräte: Ab der 2. Generation des Fire TV Cube's und die neueren Modelle verfügen über HDMI-Eingänge. Kabelboxen, Spielkonsolen oder Blu-ray-Player lassen sich anschließen und per Sprache steuern – ein Feature, das kein Fire TV Stick bietet. Receiver von Vodafone, Telekom und Sky werden sogar namentlich erkannt und vollständig sprachgesteuert.
Deutlich mehr Rechenpower: Der Octa-Core-Prozessor der Fire TV Cube (3. Generation) arbeitet doppelt so schnell wie der Hexa-Core der zweiten Generation. Fire TV Sticks nutzen hingegen nur Quad-Core-Prozessoren. Das bedeutet flüssigere Navigation und schnellere App-Starts.
Wi-Fi 6E-Unterstützung: Der aktuellste Fire TV Cube kann das neue 6-GHz-Band nutzen, was für stabilere Verbindungen auch in überfüllten Netzwerken sorgt. Fire TV Sticks unterstützen maximal Wi-Fi 6.
Integrierter Ethernet-Port: Während Fire TV Sticks einen optionalen Adapter für Kabelverbindungen benötigen, hat der Cube einen fest integrierten LAN-Anschluss. Das garantiert stabile Verbindungen auch bei schwachem WLAN.
Echo-Funktionalität: Der Amazon Fire TV Cube arbeitet auch bei ausgeschaltetem Fernseher als vollwertiger Echo-Lautsprecher. Smart Home-Steuerung, Musik-Streaming und Alexa-Skills funktionieren unabhängig vom TV-Gerät.
Warum sich der höhere Preis lohnt
Mit rund 160 Euro kostet der Fire TV Cube (3. Generation) etwa das Doppelte eines Fire TV Stick 4K Max. Diese Investition rechtfertigt sich für bestimmte Nutzergruppen deutlich:
Smart Home-Enthusiasten profitieren von der kompletten Alexa-Integration. Der Cube steuert nicht nur den Fernseher, sondern auch Beleuchtung, Thermostate und Sicherheitskameras per Sprachbefehl. Ein separater Echo wird überflüssig.
Heimkino-Fans schätzen die überlegene Hardware-Ausstattung. Der leistungsstärkere Prozessor sorgt für flüssigere 4K-Wiedergabe, und die HDMI-Eingänge ermöglichen die Integration aller Geräte in ein sprachgesteuertes System. Die Wi-Fi 6E-Unterstützung garantiert auch bei anspruchsvollen 4K-Streams stabile Verbindungen.
Barrierefreiheit ist ein oft übersehener Vorteil. Menschen mit eingeschränkter Mobilität können den Fernseher komplett per Sprache bedienen, ohne Fernbedienungen greifen zu müssen. Die Fernfeld-Mikrofone reagieren auch aus größerer Entfernung zuverlässig.
Zukunftssicherheit spricht ebenfalls für den Cube. Mit Wi-Fi 6E, mehr Speicher und leistungsfähiger Hardware ist das Gerät für kommende Fire OS-Updates gewappnet. Fire TV Sticks stoßen bei anspruchsvollen Anwendungen schneller an ihre Grenzen.
Fazit: Der richtige Fire TV für jeden Anspruch
Die Entscheidung zwischen Fire TV Cube und Fire TV Stick hängt letztendlich von den eigenen Bedürfnissen ab. Der Fire TV Cube brilliert mit echter Freisprechfunktion, HDMI-Passthrough für externe Geräte, überlegener Performance und vollwertiger Echo-Funktionalität – ideal für Smart Home-Enthusiasten und Heimkino-Fans, die bereit sind, rund 160 Euro zu investieren.
Die Fire TV Sticks punkten hingegen mit ihrem unschlagbaren Preis-Leistungs-Verhältnis ab etwa 40 Euro und reichen für reine Streaming-Bedürfnisse völlig aus. Wer jedoch das Wohnzimmer zur sprachgesteuerten Entertainment-Zentrale machen möchte, kommt am Cube nicht vorbei – er verwandelt jeden Fernseher in eine intelligente Kommandozentrale, die weit über simples Streaming hinausgeht.
Die Evolution des Fire TV Cube: Vom Experiment zum Marktführer
Die Entwicklungsgeschichte des Fire TV Cube der 3. Generation zeigt Amazons Lernkurve eindrucksvoll. Die erste Generation von 2018 war noch ein Experiment: Ein Quad-Core-Prozessor mit 1,5 GHz und grundlegende Alexa-Funktionen. Ethernet-Unterstützung gab es nur über USB-Adapter, und die Spracherkennung funktionierte noch nicht zuverlässig genug.
Die Fire TV Cube in der 2. Generation von 2019 brachte den Durchbruch. Der neue Hexa-Core-Prozessor mit bis zu 2,2 GHz verdoppelte die Leistung. Dolby Vision und HDR10+ kamen dazu, und die Local Voice Control reduzierte die Reaktionszeiten bei häufigen Sprachbefehlen um das Vierfache. Plötzlich funktionierte "Alexa, scroll rechts" ohne spürbare Verzögerung.
Die aktuelle Fire TV Cube (3. Generation) von 2022 perfektionierte das Konzept schließlich. Der Octa-Core-Prozessor mit 8 Kernen übertrifft sogar manche Desktop-Computer aus früheren Jahren. Wi-Fi 6E sorgt für stabile Verbindungen auch in überfüllten Netzwerken. Das komplett überarbeitete Design mit Stoffbespannung ähnelt modernen Echo-Geräten und wirkt weniger technisch als die kantigen Vorgänger.
Besonders beeindruckend: Die HDMI-Eingänge machen den Fire TV Cube zur Schaltzentrale des gesamten Entertainment-Systems. Kabelboxen, Spielkonsolen und Blu-ray-Player lassen sich nahtlos einbinden und per Alexa steuern. "Alexa, wechsle zu HDMI 2" ersetzt das Hantieren mit mehreren Fernbedienungen. Von einem einfachen Streaming-Stick mit Sprachsteuerung hat sich der Amazon Fire TV Cube zu einer vollwertigen Smart Home-Zentrale entwickelt und markiert dabei den aktuellen Höhepunkt dieser Evolution und bietet alles, was moderne Heimkino-Enthusiasten benötigen.








