Fußball WM 2026: Das ist der WM Kader der Deutschen Nationalmannschaft
Wer schafft es in den DFB-Kader für die WM 2026? So sieht die Mannschaft des DFB aus.

UPDATE: Das ist der Kader von Julian Nagelsmann!
Bis vor zwei Wochen war es eigentlich noch undenkbar – jetzt ist es passiert. Julian Nagelsmann hat seinen Kader für die WM 2026 bekanntgegeben und die Spatzen haben es schon von den Dächern gepfiffen: Manuel Neuer feiert sein Comeback in der Nationalmannschaft und fährt als Nummer 1 im deutschen Tor in die USA, Mexiko und Kanada.
Räumen wir diese Thematik gleich zu Beginn einmal aus dem Weg.
Ist Manuel Neuer der beste Keeper (wenn er fit ist)? Ja, ohne wenn und aber. Da brauchen wir nicht drüber diskutieren.
War die Kommunikation von Julian Nagelsmann bezüglich Neuer und Baumann katastrophal nach außen? Ja, auch das ist wahr. Aber so ist – leider – das Fussballgeschäft. Niemandem wird etwas geschenkt und „Was kümmert mich mein Geschwätz von gestern?“ ist immer noch eine gelebte Phrase.
Aber die „Causa Neuer“ ist nicht nur die einzige fragwürdige Entscheidung, in meinen Augen. Während Leroy Sané zur Weltmeisterschaft reisen darf, muss ein Said El Mala in Köln verweilen. Wenn ich einen Blick auf die Leistungen von Sané in dieser Saison werfe, dann kann ich es nicht im geringsten nachvollziehen.
Warum ein Waldemar Anton mitfährt, obwohl Mathias Ginter beim SC Freiburg eine wahnsinnig gute Saison hinlegt ist für mich genauso fragwürdig, wie die Entscheidung Chris Führich zuhause zu lassen.
Ich hätte persönlich Anton Stach mitgenommen, anstelle von Pascal Groß – der mich diese Saison weder beim BVB oder bei Brighton überzeugt hat.
Am Ende muss sich Julian Nagelsmann für seine Entscheidungen rechtfertigen. Ich hoffe trotzdem, dass dieser Kader eine gute WM spielt.
DFB Kader für die WM 2026
Tor
Manuel Neuer | FC Bayern München
Oliver Baumann | TSG Hoffenheim
Alexander Nübel | VfB Stuttgart
Abwehr
Nathaniel Brown | Eintracht Frankfurt
Joshua Kimmich | FC Bayern München
David Raum | RB Leipzig
Nico Schlotterbeck | Borussia Dortmund
Antonio Rüdiger | Real Madrid
Malick Thiaw | Newcastle United
Jonathan Tah | FC Bayern München
Waldemar Anton | Borussia Dortmund
Mittelfeld
Nadiem Amiri | FSV Mainz 05
Maximilian Beier | Borussia Dortmund
Leon Goretzka | FC Bayern München
Jamie Leweling | VfB Stuttgart
Aleksandar Pavlovic | FC Bayern München
Pascal Groß | Brighton & Hove Albion
Felix Nmecha | Borussia Dortmund
Lennart Karl | FC Bayern München
Jamal Musiala | FC Bayern München
Leroy Sane | Galatasaray Istanbul
Angelo Stiller | VfB Stuttgart
Florian Wirtz | FC Liverpool
Sturm
Kai Havertz | Arsenal
Deniz Undav | VfB Stuttgart
Nick Woltemade | Newcastle United
WM 2026 Kader Deutschland: So ordnen wir die Chancen ein
Die heiße Phase beginnt und die Diskussionen werden immer schärfer – wer fährt denn nun für Deutschland zur WM 2026? Wir ordnen einmal ein, wer die besten Chancen auf die Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko hat und wer sich vielleicht kaum noch Hoffnungen machen muss.
Auf die Außenseiter und möglichen Odonkors in diesem Jahr haben wir natürlich auch einen Blick geworfen.
Torhüter-Frage für die WM 2026: Wer ist gesetzt, wer drängt sich auf?
Diese Frage lässt sich ziemlich einfach beantworten. Gesetzt ist Oliver Baumann von der TSG Hoffenheim.
Dahinter ist das Feld ziemlich offen, denn mit Noah Atubolu (SC Freiburg), Alexander Nübel (VfB Stuttgart), Jonas Urbig (FC Bayern) und Finn Dahmen (FC Augsburg) streiten sich vier Torhüter um die weiteren zwei Plätze.
Und dann wabert ja immer noch der Geist von Manuel Neuer durch die Gänge des DFB. Ich sag’s ganz ehrlich: da können meine Kolleg:innen im Sportjournalismus noch so oft Neuer im Tor fordern. In meinen Augen hat der beste Torwart der Welt selbst kein Bestreben, noch mal das DFB-Trikot überzustreifen.
Nach seiner Weltklasse-Leistung gegen Real Madrid räumte der Keeper die Gerüchte direkt ab:
Außerdem glaube ich – wie Lothar Matthäus – dass das Tischtuch zwischen Julian Nagelsmann und Manuel Neuer komplett zerschnitten ist.
Öffentlich beim Spiel in der Schweiz zu offenbaren, dass der Bundestrainer den 40. Geburtstag von Neuer nicht auf dem Zettel hat – gespielt oder nicht –, war schon ein deutliches Zeichen.
Unsere Prognose: Neben Baumann fahren Nübel und Urbig mit zur Weltmeisterschaft.
Abwehr für die WM 2026: Innenverteidiger & Außenverteidiger im Check
Die Stamm-Innenverteidigung ist bei der DFB-Elf schon sicher. Im Zentrum werden Jonathan Tah (FC Bayern) und Nico Schlotterbeck (BVB) gesetzt sein. Außer, einer der beiden Stars verletzt sich noch. In dem Fall würde Antonio Rüdiger (Real Madrid) in die Startelf rücken. Auch wenn ich meine Ansicht dazu schon einmal dargelegt habe, spielt er wieder mal eine starke Saison.
Wer könnten die Backups neben Rüdiger sein? Zum einen wird Waldemar Anton (BVB) ziemlich sicher den Sprung in den Nagelsmann-Kader schaffen. Bei der letzten Nominierung für die Testspiele gegen die Schweiz und Ghana stand als vierter Innenverteidiger noch Malick Thiaw (Newcastle United) im Kader. Wenn der gebürtige Düsseldorfer weiter stark aufspielt, könnte er zur WM fahren.
Auf den Außenverteidigerpositionen können sich Joshua Kimmich (FC Bayern) und David Raum (RB Leipzig) schon mal um ihr Visum kümmern. Backups könnten hier Maximilian Mittelstädt und Josha Vagnoman (beide VfB Stuttgart) sein. Außenseiterchancen hat auch Nathaniel Brown (Eintracht Frankfurt).
Unsere Prognose: Schlotterbeck, Tah, Rüdiger, Kimmich, Raum, Mittelstädt und Vagnoman fahren zur WM.

Mittelfeld der DFB-Elf 2026: Sechser, Achter, Zehner und ihre Backups
Fangen wir doch einmal mit den Sechsern an. Auch wenn Nagelsmann anscheinend kein Fan von Angelo Stiller zu sein scheint, wird der Profi vom VfB Stuttgart in meinen Augen sehr sicher mit zur WM fahren. Auf seiner Position werden wahrscheinlich auch Aleksandar Pavlović (FC Bayern), Pascal Groß (Brighton) und Leon Goretzka (FC Bayern) den Flug nach Nordamerika antreten.
Wer darf sich im defensiven Mittelfeld noch Hoffnungen machen? Zum einen Tom Bischof, der bei den Bayern eine bockstarke Rückrunde spielt. Gleiches gilt für Anton Stach, der für Leeds in der Premier League eine der Stützen im Mittelfeld ist.
Für Felix Nmecha (BVB) könnte es hingegen ein Wettlauf gegen die Zeit werden. Gegen den HSV zog sich der Mittelfeldspieler eine Außenbandverletzung am Knie zu. Zwar ist die Prognose „nur“ einige Wochen Ausfallzeit, aber selbst Nagelsmann sagte schon vor dem Testspiel gegen Ghana:
Denn selbst wenn die Heilung hergestellt ist, könnte es noch passieren, dass Nmecha bei Belastung nicht rechtzeitig schmerzfrei spielen kann.
Laut der Bild-Zeitung hat er sich nämlich einen Riss des Außenbandes zugezogen. Wenn alles nach dem Plan der BVB-Ärzte läuft, dann steht Nmecha im Mai wieder auf dem Platz. Das würde dann für die WM-Nominierung reichen. Ob der Plan aufgeht, werden wir dann sehen.
Im offensiven Mittelfeld tummeln sich die größten Talente, die Deutschland aktuell in seinen Reihen hat.
Hier „prügeln“ sich Florian Wirtz (FC Liverpool), Jamal Musiala (FC Bayern), Serge Gnabry (FC Bayern), Karim Adeyemi (BVB), Leroy Sané (Galatasaray Istanbul), Said El Mala (FC Köln), Lennart Karl (FC Bayern), Jamie Leweling (VfB Stuttgart), Chris Führich (VfB Stuttgart), Maxi Baier (BVB) und Kevin Schade (Brentford) um die verfügbaren Kaderspots.
Unsere Prognose: Stiller, Pavlović, Groß, Goretzka, Wirtz, Musiala, Gnabry, Adeyemi, Sané, El Mala, Karl und Leweling fahren zur Weltmeisterschaft in den USA, Kanada und Mexiko.
Bei El Mala und Karl könnte es vor allem wegen des Überraschungselementes (Stichwort junge wilde Spieler) für den Kader reichen.
Angriff & Sturm bei der WM 2026: Wer schießt Deutschland zum Titel?
Zur Auswahl für das Sturmzentrum stehen Kai Havertz (Arsenal), Nick Woltemade (Newcastle United), Deniz Undav (VfB Stuttgart), Niclas Füllkrug (AC Mailand), Jonathan Burkardt (Eintracht Frankfurt) und Tim Kleindienst (Gladbach).
In meinen Augen ist die Entscheidung hier ganz klar: Woltemade, Undav, Havertz und Burkardt sollten in den Stadien der USA, von Kanada und Mexiko ihren Ballzauber vorführen.
Ich verstehe nicht, weshalb Nagelsmann kurz vor dem wichtigsten Turnier der Welt ein so unnötiges Thema, wie die aktuelle Causa Undav, aufgemacht hat.
Es kann ja sein, dass er kein großer Fan von Undavs Spielweise ist – geschenkt. Aber faktisch ist er der beste Stürmer, den wir aktuell in dieser Nation haben. Wenn der Nationaltrainer noch vor einem Jahr das Leistungsprinzip ausruft, dann sollte er das für die Kadernominierung zur Fußballweltmeisterschaft 2026 auch so befolgen.
Vielleicht hilft es ja in den verbleibenden Wochen vor dem Turnier, dass die beiden jetzt öffentlich nichts mehr dazu sagen wollen. Wobei es mich schon verwundert, wenn die beiden Protagonisten in dieser Diskussion genau das in einem privaten Telefonat beschließen und eben diese Information schneller an die Öffentlichkeit gelangt, als Traditionsfans sich über den möglichen Wolfsburger Abstieg freuen können.

Um meine Prognose einmal zu begründen: Das Problem für Füllkrug, Burkardt und Kleindienst ist, dass sie entweder zu lang oder zu oft in dieser Saison ausgefallen sind und sich damit nicht die nötige Spielpraxis aneignen konnten.
Burkardt spielte zum Beispiel eine fantastische Hinrunde, bis er sich im November an der Wade verletzte und daraufhin 67 Tage ausfiel. Bis zum Zeitpunkt der Verletzung war er der beste deutsche Stürmer.
Niclas Füllkrug wechselte im Winter extra den Verein, um mehr Spielzeit zu bekommen. Doch bei Milan will es für den Hannoveraner auch nicht so wirklich rund laufen. In 15 Spielen kommt er auf 492 Minuten auf dem Platz und ein Tor. Dabei stand er bisher erst dreimal in der Startelf.
Zum Vergleich: Bei West Ham kam er in acht Spielen auf 409 Minuten, kein Tor und fünf Startelfeinsätze.
Tim Kleindienst fiel die ersten 10 Spieltage mit einer Meniskusverletzung aus. Danach stand er zwei Mal für eine Minute auf dem Platz und ließ sich Ende Dezember dann am Knie operieren. Seitdem stand er noch nicht wieder im Kader für die Borussia.
Unsere Prognose: Havertz, Undav, Woltemade und Burkardt fahren mit zur Weltmeisterschaft.
Unsere mögliche Stammelf für die WM 2026 und Alternativen
Vorneweg muss ich hier eine Sache klarstellen – diese mögliche Startelf beruht vor allem auf meiner eigenen Meinung.
Tor: Oliver Baumann (Manuel Neuer please come back)
Verteidigung: Joshua Kimmich, Nico Schlotterbeck, Jonathan Tah, David Raum
Mittelfeld: Aleksandar Pavlović, Angelo Stiller, Serge Gnabry, Florian Wirtz, Kai Havertz
Angriff: Deniz Undav

Taktik, Form, Verletzungen: Die wichtigsten Faktoren für die WM-Nominierung
Die Taktik ist für Julian Nagelsmann offensichtlich ein größerer Faktor, als die aktuelle Form – sonst würden wir nicht alle so leidenschaftlich darüber diskutieren, ob Deniz Undav nun von Beginn an auf dem Platz stehen sollte, oder nicht.
Natürlich muss ein Spieler für ein Ticket zur Weltmeisterschaft auch in Form sein. Eine kleine Formdelle könnte aber bei Nagelsmann nicht mehr so entscheidend sein, wie zum Beispiel unter Jogi Löw.
Der wichtigste Faktor ist aber bisher immer die Fitness gewesen. Ist ein Spieler verletzt und wird nicht rechtzeitig fit, dann fährt er leider nicht mit. Ich drücke ganz ausdrücklich allen Spielern, die aktuell auf dem Zettel des Bundestrainers stehen, alle Daumen, dass sie fit bleiben.
Für Felix Nmecha könnte die Kadernominierung am Ende aber (leider) zu früh kommen. Das Thema hatten wir ja ein paar Absätze weiter oben schon besprochen.
Außenseiter & Überraschungskandidaten: Wem wir einen WM-Call zutrauen
Ich wundere mich in all den Diskussionen über unsere Außenverteidiger ja darüber, dass ein Name bisher noch nicht auftaucht.
Nämlich Philipp Treu vom SC Freiburg. Letzte Saison bewies er schon beim FC St. Pauli, dass die Bundesliga für ihn keine große Hürde darstellt. Jetzt tanzt er mit den Freiburgern immer noch auf drei Hochzeiten und ist dabei als Stammspieler unter Julian Schuster gesetzt.
Seit dem sechsten Spieltag steht er mit Anpfiff immer auf dem Platz, konnte gegen Wolfsburg bereits als Rechtsverteidiger treffen und lieferte zudem zwei Vorlagen. Sein großer Vorteil? Er ist auf beiden Außenpositionen zu Hause. Philipp Lahm reloaded.
Es würde mich nicht wundern, wenn Treu dieses Jahr der „neue Odonkor“ wird.
Wünschen würde ich es ihm sehr, nicht nur, weil ich noch ein Trikot von ihm im Schrank hängen habe.
Außenseiterchancen hat auch Nathaniel Brown aus Frankfurt. Ich glaube aber, dass sich Nagelsmann auf der Position hinten links eher für die Erfahrung von Maxi Mittelstädt entscheiden wird.
Wie groß ist der Kader Deutschlands bei der WM 2026?
Der WM-Kader darf 26 Spieler umfassen. 23 Feldspieler und drei Torhüter.
Wann wird der endgültige WM-2026-Kader von Deutschland bekanntgegeben?
Am 12. Mai wird Julian Nagelsmann seinen Kader für die WM bekanntgeben. Anfang Juni muss er den finalen Kader dann endgültig der FIFA melden.
Wie stark beeinflusst die Form in Verein und Nationalteam die Kaderchancen?
Das ist bei Nagelsmann nicht klar erkennbar. Er scheint zumindest keine klare Präferenz bei dieser Frage zu haben.
Gibt es Positionen, auf denen Deutschland für 2026 besonders dünn besetzt ist?
Auf den Außenverteidigerpositionen gibt es aktuell die größte Schwachstelle, da wir hier nicht mehr das komplette Weltklasseformat haben. Eine Schwachstelle, die seit dem Karriereende von Philipp Lahm besteht und nur durch den Positionswechsel von Joshua Kimmich in der Nationalelf aufgefangen wird.








