„Eurovision Song Contest“-Vorgänger verspottet Victoria Swarovski für ESC-Moderation
Der ESC 2026 lief nicht gerade gut für Österreich. Doch nicht nur das Wahlergebnis, sondern auch die Moderation von Victoria Swarovski und Michael Ostrowski sorgten für Kritik.

Graham Norton hat beim Eurovision Song Contest 2026 einmal mehr gezeigt, warum er in Großbritannien als Kult-Moderator gilt. Mit seinem bekannten Sarkasmus nahm der BBC-Moderator diesmal vor allem Victoria Swarovski und Michael Ostrowski ins Visier und sorgte damit bei vielen Zuschauern fast für mehr Gesprächsstoff als der eigentliche Wettbewerb.
Für Großbritannien verlief der ESC in Wien allerdings enttäuschend. Sam Battle, der unter dem Namen Look Mum No Computer auftrat, landete mit seinem teils deutschsprachigen Song „Eins, Zwei, Drei“ auf dem letzten Platz. Während das Ergebnis für Ernüchterung sorgte, wurde Nortons Kommentarstil im Netz umso euphorischer gefeiert. Viele Zuschauer beschrieben ihn als das eigentliche Highlight des Abends.
Norton nimmt kein Blatt vor den Mund
Seit 2009 begleitet Graham Norton die BBC-Berichterstattung zum Eurovision Song Contest, und auch in diesem Jahr hielt er sich mit pointierten Bemerkungen nicht zurück. Schon zu Beginn der Show machte er sich über den Ablauf und einzelne Programmpunkte lustig. Besonders im Fokus standen dabei die beiden österreichischen Moderatoren Victoria Swarovski und Michael Ostrowski, deren Zusammenspiel er offen aufs Korn nahm.
Als die beiden zum ersten Mal gemeinsam auf der Bühne standen, ließ Norton keinen Zweifel daran, dass er von ihrer Ausstrahlung nicht sonderlich beeindruckt war. Er fragte spöttisch, was wohl das Gegenteil von Chemie sei, und gab die Antwort direkt selbst: „Holzarbeit“. Die Bemerkung zielte klar auf die von vielen als hölzern empfundene Dynamik zwischen Swarovski und Ostrowski.
Auch Victoria Swarovski selbst bekam ihr Fett weg. Norton kommentierte, er habe gehört, die Moderatorin trage an diesem Abend Schmuck im Wert von 4,5 Millionen Euro. Nach ihrem ersten Outfit könne er das allerdings noch nicht bestätigen.
Durch Norton konnten die Briten doch noch feiern
Norton nutzte den Abend nicht nur für Sticheleien gegen das Moderationsteam, sondern auch für weitere Seitenhiebe auf die Show selbst. Gleich zu Beginn, als JJ, der ESC-Gewinner von 2025, den Wettbewerb mit sehr hohen Tönen eröffnete, kommentierte er die Szene mit der bissigen Aufforderung, man solle „den Hund in die Küche bringen“, hohe Töne würde es an diesem Abend schließlich noch häufiger zu hören geben.
In den sozialen Netzwerken wurde Norton überschwänglich gelobt. Auf X war unter anderem zu lesen, der Tag seines Ruhestands werde ein trauriger Tag sein, weil er ein „leuchtendes Licht“ der britischen ESC-Berichterstattung sei. Andere Nutzer schrieben, Norton sei in diesem Jahr noch sarkastischer als sonst gewesen und habe den Abend dadurch überhaupt erst sehenswert gemacht.
Der eigentliche Wettbewerb brachte ebenfalls eine kleine Überraschung. Vorab galten Finnland und Griechenland als große Favoriten der Buchmacher. Am Ende setzte sich jedoch Bulgarien mit Dara und dem Song „Bangaranga“ durch. Auf den weiteren Plätzen folgten Israel und Rumänien, während Australien, Italien und Finnland dahinter landeten.










