„ES – Welcome to Derry“: Ende erklärt! So bereitet das Finale die 2. Staffel vor
„ES – Welcome to Derry“ beweist im Finale, dass es sich hier um weit mehr als nur ein Prequel handelt. So wird Staffel 2 die Geschichte fortsetzen, obwohl die Handlung noch weiter in die Vergangenheit springt.

Mit der achten Episode „Winter Fire“ endet die erste Staffel von „ES – Welcome to Derry“ mit einem scheinbaren Happy End. Nach einer letzten, grausamen Eskalation scheint die Stadt Derry zwar vorerst gerettet – doch das Finale macht unmissverständlich klar: Pennywise ist noch lange nicht besiegt. Statt eines endgültigen Schlussstrichs legt die Serie zahlreiche Spuren, die direkt in eine mögliche zweite Staffel führen.
Der letzte Angriff: Nebel, Blut und ein Marsch ins Verderben
Zu Beginn des Finales legt sich ein dichter Nebel über Derry. Der Auslöser: Das Militär hat einen der mysteriösen Pfeiler zerstört, die das Wesen ES bislang in Schach hielten. Die Konsequenz ist verheerend. Pennywise nutzt den Moment, um die Kinder der Stadt zu kontrollieren und sie wie in einem makabren Rattenfänger-Zug aus Derry hinauszuführen.
Lily, Marge und Ronnie folgen der blutigen Spur des Clowns, um ihre Freunde zu retten. Parallel dazu schmieden die Erwachsenen einen eigenen Plan, um das Monster endlich aufzuhalten. Was folgt, ist ein brutales Aufeinandertreffen auf dem Eis.
Das Trauma von Derry
Die vielleicht verstörendste Sequenz der gesamten Staffel ereignete sich allerdings schon in Episode 7: der Brand des Black Spot. Weiße Männer setzen den Schutzraum schwarzer Soldaten in Brand – zahlreiche Menschen sterben. Nicht zum ersten Mal macht die Serie hier unmissverständlich klar, dass der wahre Horror nicht nur übernatürlich ist.
Rich stirbt bei dem Versuch, Marge zu retten und sein Tod hat auch im Staffelfinale noch Konsequenzen. Hank Grogan, der zuvor zu Unrecht für den Mord an mehreren Kindern beschuldigt wurde, riskiert später alles, um Will aus Pennywises Gewalt zu befreien.
Die Serie verknüpft persönliches Opfer, strukturellen Rassismus und übernatürlichen Terror zu einem düsteren Gesamtbild: Menschen sind auch ohne übernatürliches Zutun zu monströsen Grausamkeiten fähig.
Pennywise und die Zeit: Die größte Enthüllung des Finales
Die entscheidende Wendung des Finales kommt jedoch mit einer schockierenden Offenbarung: Pennywise erlebt Zeit nicht linear. Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft existieren für ihn gleichzeitig. In einer zentralen Szene konfrontiert er Marge mit der Wahrheit, dass sie eines Tages einen Sohn haben wird – Richie Tozier, den späteren Gegner aus den „ES“-Filmen.
Damit wird klar: Pennywise weiß, dass Richie maßgeblich zu seinem Untergang beitragen wird. Sein Plan ist entsprechend perfide: Er will Richie verhindern, indem er seine Existenz aus der Zeit löscht. Der Angriff auf Marge ist also kein Zufall, sondern Teil eines viel größeren, zeitübergreifenden Kalküls.
Diese Enthüllung macht Pennywise gefährlicher denn je – und „ES – Welcome to Derry“ deutlich spannender. Als bloßes Prequel stand schließlich schon fest, dass Pennywise nicht in der Serie, sondern erst in „ES: Teil 2“ besiegt wird. Doch auch, wenn wir uns zeitlich mit jeder Staffel weiter in die Vergangenheit bewegen, lernt ES dazu und kann frühere Ereignisse verändern, um – vielleicht – doch noch zu siegen.
Ein trügerischer Sieg
Am Ende gelingt es den Kindern und Erwachsenen im Staffel-1-Finale, den letzten Pfeiler zu setzen. IT wird erneut in Derry eingeschlossen und verfällt für weitere 27 Jahre in einen Schlaf. Doch der Sieg ist brüchig. Pennywise existiert weiterhin in allen Zeitlinien vor 2016. Jede Generation muss ihn erneut bekämpfen – sonst wird die Geschichte neu geschrieben.
Ein kurzer Zeitsprung ins Jahr 1988 unterstreicht diese Bedrohung: Beverly Marsh trauert um ihre Mutter, als Ingrid Kersh auftaucht – weiterhin besessen von Pennywise. Ihre Botschaft ist eindeutig und ergibt nach der Zeit-Enthüllung noch mehr Sinn: In Derry stirbt nichts wirklich.
„ES – Welcome to Derry“: Wann startet Staffel 2?
Obwohl Staffel 2 noch nicht offiziell bestätigt ist, wurde ein Drei-Staffeln-Plan angedeutet. Nach 1962 dürfte die Serie weiter zurückspringen – ins Jahr 1935, mit Fokus auf das Bradley-Gang-Massaker und Ingrids Vergangenheit. Eine mögliche dritte Staffel dürfte das Jahr 1908 erreichen, lange vor den Ereignissen der Filme.
„ES – Welcome to Derry“ Staffel 2 ist also, trotz Zeitsprung, mehr als ein Prequel zum Prequel, sondern der nächste Schritt im Plan von ES, der uns zeitgleich noch mehr über die düstere Vergangenheit von Derry verrät.
Sollte die 2. Staffel bestätigt werden, ist nicht vor 2027 mit neuen Folgen zu rechnen.










