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„Ein todsicherer Plan“ im TV: Die wahren Gesichter hinter dem Geiseldrama

Ein riskanter Banküberfall und zwei Schauspieler mit spannenden Lebenswegen: Dieser Thriller punktet nicht nur mit Spannung, sondern auch mit starken Persönlichkeiten vor der Kamera.

Klaus Roth (Richy Müller) in „Ein todsicherer Plan“.
Klaus Roth (Richy Müller) in „Ein todsicherer Plan“. Foto: SWR/Johannes Krieg

Wer den Thriller „Ein todsicherer Plan“ schaut, erlebt nicht nur ein intensives Geiseldrama, sondern trifft auch auf zwei Darsteller, deren Karrieren genauso interessant sind wie ihre Rollen. Vor allem Hauptdarsteller Richy Müller dürfte vielen Zuschauer:innen bekannt vorkommen – doch hinter seinem Namen steckt eine überraschende Geschichte.

Darum geht es im Film

Im Zentrum steht Klaus Roth, ein Schreinermeister, dessen Existenz durch die Kündigung eines Kredits zerstört wird. Die drohende Privatinsolvenz treibt ihn in die Enge. Gemeinsam mit seinem ehemaligen Mitarbeiter Achim Buchert wagt er einen Überfall auf einen Geldtransporter – ausgerechnet der Bank, die ihn in diese Lage gebracht hat.

Die beiden glauben an „Ein todsicherer Plan“. Doch der Coup scheitert, und plötzlich sind sie mitten in einem Geiseldrama: Mit mehreren Bankangestellten verschanzen sie sich in einer Filiale, während draußen Polizei und LKA den Zugriff vorbereiten.

Während Roth noch auf eine friedliche Lösung hofft, zeigt sich schnell, dass sein Komplize kompromissloser ist. Die Situation spitzt sich zu und stellt alle Beteiligten vor moralische Grenzfragen.

Richy Müller ist ein echter „Tatort“-Star

Viele kennen ihn als Stuttgarter „Tatort“-Kommissar Thorsten Lannert – doch Richy Müller heißt eigentlich Hans-Jürgen Müller. Geboren in Mannheim, schlägt er zunächst einen ganz anderen Weg ein und lernt den Beruf des Werkzeugmachers.

Erst später entdeckt er die Schauspielerei für sich, besucht die Schauspielschule in Bochum und zieht nach Berlin. Dort gelingt ihm direkt ein entscheidender Karriereschritt: Im TV-Dreiteiler „Die große Flatter“ spielt er die Rolle des „Richy“ – ein Name, der hängen bleibt. Da er auch privat immer häufiger so angesprochen wird, übernimmt er ihn kurzerhand als Künstlernamen.

In den folgenden Jahren steht Müller für zahlreiche Produktionen vor der Kamera, darunter „Der Mann auf der Mauer“, „Das Arche Noah Prinzip“ und diverse TV-Formate. Zeitweise wird er auf Rollen als harter Machotyp festgelegt, zieht sich daraufhin verstärkt ans Theater zurück.

Sein Comeback auf der Leinwand gelingt ihm mit Filmen wie „Die innere Sicherheit“, „Vier Minuten“ oder „Poll“, für den er 2010 mit dem Deutschen Filmpreis als bester Nebendarsteller ausgezeichnet wird. Sogar in Hollywood ist er zu sehen – im Actionfilm „Triple X“.

Seit 2008 ist er als Kommissar Thorsten Lannert im Stuttgarter „Tatort“ eine feste Größe im deutschen Fernsehen. Privat hat er eine ungewöhnliche Leidenschaft: Autorennen.

Hinter Martin Butzke liegt bereits eine vielseitige Karriere

An seiner Seite spielt Martin Butzke den ehemaligen Soldaten Achim Buchert – eine Figur, die für zusätzliche Spannung sorgt.

Butzke wurde in Wilhelmshaven geboren und wuchs in Bayreuth auf. Seine Schauspielausbildung absolvierte er an der Hochschule für Musik und Theater in Saarbrücken, die er 1997 abschloss. Es folgen feste Engagements am Theater Ingolstadt, den Münchner Kammerspielen und beim Schauspiel Frankfurt.

Nach mehreren Jahren im Ensemblebetrieb arbeitet er zunehmend freischaffend und ist unter anderem in Zürich aktiv, wo er mehrere Jahre am Theater Neumarkt engagiert ist. Weitere Stationen führen ihn nach Basel, Bern und St. Gallen.

Neben seiner Theaterarbeit steht Butzke immer wieder für Film und Fernsehen vor der Kamera. Serienfans kennen ihn etwa aus „SOKO Leipzig“, „SOKO 5113“, „Unter Verdacht“ und dem „Tatort“.

Warum der Film gerade jetzt fesselt

„Ein todsicherer Plan“ verbindet ein klassisches Geiseldrama mit aktuellen Themen wie wirtschaftlichem Druck und persönlicher Verzweiflung. Gerade beim Mitfiebern vor dem Fernseher entfaltet die Geschichte ihre volle Wirkung: Man fragt sich unweigerlich, wie man selbst in einer solchen Situation handeln würde.

Für Zuschauer:innen, die nicht nur Spannung suchen, sondern auch mehr über die Gesichter hinter den Rollen erfahren möchten, bietet dieser Filmabend genau die richtige Mischung. Ein intensiver Thriller – getragen von zwei Schauspielern, deren Lebenswege ebenso spannend sind wie die Geschichte, die sie erzählen.

Quellen

  • ARD