„I am Queens Boulevard“

Der Teufel trägt Prada 2: Wo ist Nate? Das Schicksal von Andys Ex-Freund erklärt

„Der Teufel trägt Prada 2“ bringt die meisten Figuren aus dem ersten Film zurück, nur Andys Ex Nate fehlt. Ein kleines Wiedersehen gab es dennoch.

Nate aus Der Teufel trägt Prada, er schaut nach rechts.
Nick trägt zwar nichts von Prada, wird von Fans aber dennoch verteufelt. Foto: Barry Wetcher/20th Century Fox

Wer nach „Der Teufel trägt Prada 2“ den Kinosaal verlässt, hat sicher nur einen Gedanken im Kopf: Was ist aus Nate geworden?

Gut, zugegeben, ganz so wahrscheinlich ist dieser Gedanke dann doch wieder nicht, denn Nate aus „Der Teufel trägt Prada“ wird von Fans nicht nur gehasst, sein Schicksal wurde auch schon zur Genüge geklärt: Er und Andy haben sich getrennt, daraufhin verlässt er New York und zieht nach Boston.

Somit gibt es eigentlich gar keinen Grund, warum Nate im zweiten Teil hätte auftauchen sollen – wenn es in Nostalgie-Sequels dieser Art nicht eigentlich gang und gäbe wäre, so viele Figuren wie möglich aus dem ersten Film zurückzuholen. Und – nichts für ungut – Adrian Grenier ist nicht gerade so gefragt, dass eine Rückkehr als Nate nicht infrage gekommen wäre.

Tatsächlich war ein Wiedersehen mit Nate im Gespräch und abseits von „Der Teufel trägt Prada 2“ hält Grenier Nate die Treue.

„Komm schon! Reiß dich zusammen!“

Grenier brauchte viel Zeit, um wirklich verstehen zu können, warum Nate beim Publikum nicht gerade gut wegkommt. In einem Reunion-Interview mit Entertainment Weekly aus dem Jahr 2021 erklärte er: „[Nates schlechter Ruf] war mir gar nicht bewusst, bis ich anfing, wirklich darüber nachzudenken, und vielleicht lag es daran, dass ich damals genauso unreif war wie Nate – und in vielerlei Hinsicht ist er sehr egoistisch und mit sich selbst beschäftigt; es drehte sich alles nur um ihn, er war nicht bereit, sich einzubringen, um Andy in ihrer Karriere zu unterstützen.“

Seine Selbsterkenntnis, die, wie bei so vielen Menschen, erst ein wenig zu spät kam, ging noch weiter: „[Andy] verlangte mehr vom Leben als Nate, und sie schaffte es auch. Er konnte sie nicht so unterstützen, wie sie es gebraucht hätte, weil er ein zerbrechlicher, verletzter Junge war. Darin liegt eine gewisse Selbstsucht und Egozentrik, und ich glaube, Andy hätte einen Mann gebraucht, der ein richtiger Erwachsener war. Im Namen aller Nates da draußen: Komm schon! Reiß dich zusammen!“.

Zu Greniers Verteidigung sollte natürlich gesagt werden, dass er die Rolle genau so gespielt hat, wie sie im Drehbuch stand, und es für einen Schauspieler durchaus Sinn ergibt, sich beim Spiel auf die Wünsche und Eigenschaften der eigenen Figur zu konzentrieren. Nate ist aus Nates Sicht nicht der Schurke der Geschichte, aus Andys Sicht macht er ihr aber unnötig das Leben schwer.

Ein Spin-off für Nate?

Es ist nicht so, als hätte Andy in „Der Teufel trägt Prada 2“ nicht schon genug Probleme, für die Rückkehr ihres Exfreundes wäre da kaum noch Platz gewesen. Dennoch war tatsächlich vorgesehen, Nate für einen Gastauftritt zurückzubringen – was dann jedoch leider am Zeitplan der Produktion scheiterte:

„Ich hatte die Idee, ihn in einer kleinen Gastrolle unterzubringen. Letztendlich war es in unserem Produktionsplan einfach zu spät, um das noch umzusetzen“, erklärt Regisseur David Frankel. Grenier betonte im März 2026, dass er „enttäuscht“ darüber ist, nicht im neuen Film dabei sein zu können, allerdings schlägt er, natürlich scherzhaft, ein Spin-off vor, in dem es allein um Nates Leben in Boston geht.

„Mir geht’s gut. Wirklich!“

Schon ein paar Wochen vor Kinostart von „Der Teufel trägt Prada 2“ gab es ein unerwartetes Wiedersehen mit Nate – in einer Starbucks-Werbung. Unter dem Motto „It’s all good energy“, mit dem eine neue Getränkereihe beworben werden soll, zeigt der Spot Adrian Grenier, wie er während seiner Bestellung Selbstgespräche führt, Nate bis zu einem gewissen Punkt verteidigt und dann doch einsieht, dass man Nate lieber im Jahr 2006 zurücklassen sollte.

Eine deutsche Version des Werbespots gibt es nicht, übersetzt heißt es darin:

„Vielleicht habt ihr die Schlagzeilen gesehen – ich wurde nicht gebeten, bei einer bestimmten Fortsetzung mitzumachen. Aber mir geht’s gut. Wirklich. Es herrscht nur gute Stimmung. Also, ein Hoch auf Nate!

Er hat ein super Sandwich gemacht, er hat seine Freundin geliebt - bis zu einem gewissen Grad. Okay, er war also nicht perfekt. Also lassen wir Nate im Jahr 2006 zurück und behalten diese positive Energie bei. Ich meine, falls sie doch noch anrufen … ich bin frei.“

Quellen