„Der Hodscha und die Piepenkötter“: Warum sich das Einschalten heute Abend wirklich lohnt
„Der Hodscha und die Piepenkötter“ läuft heute im TV – wir verraten dir, worum es geht, warum der Film aktueller denn je ist und welche Stars du kennen solltest.

Wenn du heute Abend durch das TV-Programm scrollst und bei „Der Hodscha und die Piepenkötter“ hängen bleibst, lohnt sich das Einschalten doppelt. Die ARD-Komödie verbindet Humor mit einem überraschend ernsten Thema und ist auch Jahre nach ihrer Premiere aktueller denn je. Besonders spannend: Neben bekannten Gesichtern wie Hilmi Sözer und Anna Stieblich ist auch ein heutiger Serien-Superstar in einer frühen Rolle dabei.
Darum geht’s in „Der Hodscha und die Piepenkötter“
Im Mittelpunkt steht Bürgermeisterin Ursel Piepenkötter (Anna Stieblich), die kurz vor ihrer Wiederwahl steht – eigentlich eine sichere Sache. Doch dann bringt ein Bauprojekt die Stimmung in der Kleinstadt Lautringen zum Kippen: Die muslimische Gemeinde plant eine neue Moschee.
Was zunächst wie ein lokales Thema wirkt, entwickelt sich schnell zu einem politischen Pulverfass. Vor allem Stadtrat Dr. Schadt (Fabian Busch) nutzt die Situation aus, um Stimmung gegen das Projekt zu machen – und sich selbst als Gegenkandidat in Position zu bringen.
Gleichzeitig tritt Nuri Hodscha (Hilmi Sözer) auf den Plan. Er soll den Moscheebau begleiten – und gerät unweigerlich in Konflikt mit der Bürgermeisterin. Doch schnell wird klar: So einfach in „Gut“ und „Böse“ lässt sich hier niemand einordnen.
Das macht den Film besonders
Er funktioniert auf zwei Ebenen. Einerseits ist „Der Hodscha und die Piepenkötter“ eine unterhaltsame Komödie mit vielen skurrilen Momenten – etwa wenn mit ungewöhnlichen Mitteln versucht wird, den Bau zu verhindern.
Andererseits greift der Film ein hochsensibles Thema auf: Alltagsrassismus, politische Instrumentalisierung und gesellschaftliche Spaltung. Aussagen und Parolen, die im Film fallen, wirken heute teilweise erschreckend vertraut. Gerade diese Mischung sorgt dafür, dass einem das Lachen manchmal im Hals stecken bleibt, und genau das macht den Film so sehenswert.
Neben der politischen Handlung gibt es auch eine berührende zweite Ebene: Die Kinder der beiden Hauptfiguren kommen sich näher. Patrick (Damian Hardung), der Sohn der Bürgermeisterin, verliebt sich ausgerechnet in Hülya, die Tochter des Hodschas. Ihre Geschichte zeigt: Gefühle kennen keine kulturellen Grenzen – und setzen einen wichtigen Kontrapunkt zur aufgeheizten Stimmung der Erwachsenen.
Damian Hardung: Frühe Rolle eines heutigen Stars

Ein echtes Highlight für viele Zuschauerinnen: Damian Hardung, heute bekannt aus Erfolgsserien wie „Maxton Hall“ oder „How to Sell Drugs Online (Fast)“, ist hier in einer seiner frühen Rollen zu sehen.
Damals noch Teenager, steht er heute international im Rampenlicht und gehört zu den gefragtesten deutschen Schauspielern seiner Generation. Umso spannender, ihn in diesem Film noch einmal ganz am Anfang seiner Karriere zu erleben.
Darum ist der Film heute noch relevant
Obwohl „Der Hodscha und die Piepenkötter“ bereits 2016 entstanden ist, wirkt die Geschichte heute fast noch aktueller. Themen wie Integration, Vorurteile und gesellschaftlicher Zusammenhalt sind präsenter denn je.
Der Film zeigt dabei nicht nur Konflikte, sondern setzt bewusst auf Versöhnung und Verständnis – ohne die Probleme zu verharmlosen.
Quellen
ARD







