Collien Fernandes‘ Anwalt geht gegen Ulmen-Entscheidung vor
Neue Entwicklung im Fall Collien Fernandes gegen Christian Ulmen: Ihr Anwalt legt Berufung gegen die Verlagerung des Verfahrens nach Deutschland ein.

Der Fall um Collien Fernandes und ihren Ex-Mann Christian Ulmen spitzt sich weiter zu – juristisch wie medial. Während es um schwere Vorwürfe digitaler sexualisierter Gewalt geht, sorgt nun auch ein bislang unveröffentlichtes Serienprojekt für zusätzliche Brisanz.
Verfahren soll doch in Spanien bleiben
Nach der Entscheidung eines Gerichts auf Mallorca, das Verfahren nach Deutschland zu verweisen, geht Collien Fernandes nun den nächsten Schritt. Ihr spanischer Anwalt hat nach eigenen Angaben Berufung gegen diese Entscheidung eingelegt. Das bestätigten die Anwälte beider Seiten gegenüber der dpa. Eine schnelle Entscheidung wird jedoch nicht erwartet.
Das Gericht hatte zuvor erklärt, die spanische Justiz sei nicht zuständig. Als Begründung hieß es unter anderem, dass beide Parteien Deutsche seien, viele Beweismittel auf Deutsch vorlägen und mögliche Zeugen überwiegend in Deutschland lebten. Zudem liege der Schwerpunkt der mutmaßlichen Taten dort.
Fernandes’ Anwalt hatte bereits im Vorfeld deutlich gemacht, dass er eine juristische Aufarbeitung in Spanien anstrebt – auch wegen der dort spezialisierten Strukturen im Umgang mit Gewalt gegen Frauen. „Wir werden nicht aufhören zu kämpfen“, betonte er.
Schwere Vorwürfe gegen Christian Ulmen
Im Zentrum stehen die Vorwürfe von Collien Fernandes, die ihrem Ex-Mann langjährige digital sexualisierte Gewalt vorwirft. Unter anderem soll er Fake-Profile in ihrem Namen erstellt und darüber intime Inhalte verbreitet haben, die den Eindruck erweckten, sie stammten von ihr selbst.
Die Verteidigung von Christian Ulmen weist die Anschuldigungen zurück und spricht von einer einseitigen Darstellung falscher Tatsachen. Zudem wurde betont, dass Ulmen keine Deepfake-Videos erstellt oder verbreitet habe. Es gilt die Unschuldsvermutung.
Parallel dazu laufen auch in Deutschland Ermittlungen, unter anderem wegen des Verdachts der Nachstellung.
Quellen
dpa






