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„Alle kriegen ihr Fett weg“ – Christoph Maria Herbst im Interview zum neuen „Merz gegen Merz“ Film

Als Eric ist Christoph Maria Herbst in „Merz gegen Merz“ fast so zynisch wie in Stromberg. Im Interview verrät er nun spannende Details zum neuen Film.

Interview: Merz gegen Merz: Christoph-Maria Herbst und Anette Frier
Gemeinsam mit Anette Frier steht Christoph Maria Herbst für „Merz gegen Merz“ als Ehepaar vor der Kamera – zum neuen Film „Geheimnisse“ durften wir mit ihm sprechen. Foto: ZDF und Martin Valentin Menke

Ihre unglückliche Ehe ist Geschichte. Verbunden sind Anne (Anette Frier) und Ex-Mann Erik (Christoph Maria Herbst) allerdings trotzdem noch. Und damit hat sich auch das Konfliktpotenzial ihrer Beziehung nach der Trennung kaum gesenkt. Worauf sich die Fans von „Merz gegen Merz“ im neuen Film „Geheimnisse“ neben heftigen Schlagabtäuschen noch freuen können, hat Hauptdarsteller Christoph Maria Herbst im Interview verraten. Außerdem Thema? Sein Geheimnis für eine glückliche Ehe – und Dirty Talk!

„Merz gegen Merz: Geheimnisse“: Christoph Maria Herbst im Interview

Nachdem Christoph Maria Herbst mit Stromberg der große Durchbruch gelang und diese Rolle wohl für immer zu ihm gehören wird, verbindet man ihn inzwischen auch eindeutig mit seiner Rolle als Erik in „Merz gegen Merz“. Deshalb ist er auch für den neuen Film „Merz gegen Merz: Geheimnisse“, der am 12. September im ZDF läuft, wieder in seine Rolle zurückgekehrt – und hat sich unseren Fragen gestellt ...

Interview: Kimberly Hofmann

TVM: Zeichnet „Merz gegen Merz“ ein zynisches oder realistisches Bild einer typischen Ehe? 

Christoph Maria Herbst: Das liegt im Auge des Betrachters. Der Eine oder die Andere dürfte es wahlweise als Spiegelbild oder groteske Überhöhung empfinden. Komisch ist es allenthalben.

TVM: Wie fühlt man sich dabei, eine Person zu spielen, die unglücklich verheiratet ist? 

Christoph Maria Herbst: Genau genommen sind sie es ja nicht mehr. Verheiratet. Sie kommen nur nicht wirklich voneinander los. Vor allem er. Das zu spielen, macht große Freude, da ich Teil eines tollen Ensembles bin und die Texte von Ralf Husmann ehrlicherweise bei mir gut aufgehoben sind. Wir kennen uns seit einem Vierteljahrhundert.

TVM: Sie sind seit 2012 verheiratet – Haben Sie ein persönliches Ehe-Geheimnis? 

Christoph Maria Herbst: Liebe soll helfen. Kommunikation und Humor auch. Das sind, glaube ich, die drei wichtigsten Pfeiler.

TVM: Es scheint so, als würde im neuen Film Anne mit ihrem Lover und dem Familiendrama im Vordergrund stehen – kommt Erik zu kurz?  

Christoph Maria Herbst: Würde ich nicht sagen. Auch ihre und meine Eltern und unser Sohn sind absolut paritätisch durchgeplottet. Alle kriegen ihre Screentime und ihr Fett weg.

TVM: Was können Sie noch über den neuen „Merz gegen Merz“ Film verraten? Welche Herausforderungen wird es für Erik und Anne geben? 

Christoph Maria Herbst: Der Film trägt den Titel GEHEIMNISSE. Da fällt‘s dann natürlich schwer, ohne zu spoilern, etwas zu verraten. Soviel kann ich aber sagen: neue Figuren stoßen von außen dazu und bringen ihre Begehrlichkeiten mit und unser Erik gerät auf die schiefe Bahn ….

TVM: Was ist Ihre Lieblingsszene oder Ihr Lieblingsmoment im Film? 

Christoph Maria Herbst: Da gibt es diesen Augenblick, wo Erik sich neu verliebt. Es ist eine wilde Begegnung mit dirty talk und exzessivem Austausch von Zärtlichkeiten: er lernt einen Neufundländer kennen.

TVM: Wie ist die Zusammenarbeit mit Annette Frier? Harmonisch, oder ungefähr so, wie die Ehe zwischen Erik und Anne? 

Christoph Maria Herbst: Dafür hat der Duden kein Wort. ‚Harmonisch‘ trifft‘s aber schon nicht schlecht.

TVM: Warum ist „Merz gegen Merz“ von dem kompakten 20-Minuten-Format auf die Filmlänge umgestiegen? 

Christoph Maria Herbst: Tja, ich weiß es nicht. Ritterschlag, weil wir von U nach E, von Comedy in die Fiction wechselten? Vielleicht. Erzählen lässt es sich so jedenfalls dramaturgisch kompakter und stringenter.

TVM: Im Interview mit einer TVMovie-Kollegin zu Ihrem Film „Ein Fest fürs Leben“ haben Sie zum Thema Hochzeit gesagt: „Lasst es!“ – Soll „Merz gegen Merz“ die gleiche Message transportieren? 

Christoph Maria Herbst: Hahaha, nicht zwingend. LASST ES bedeutete auch lediglich, dass wir mittlerweile gesellschaftlich so tolerant und liberal aufgestellt sind, dass es viele verschiedene Varianten des Zusammenlebens gibt und nicht nur die eine. 

TVM: Stromberg war ein riesiger TV-Erfolg, mit dem man Sie quasi automatisch in Verbindung bringt. Trotzdem haben Sie schon häufig betont, dass Ihnen keine Rolle ferner liegen könnte. Wie fühlt es sich an, trotzdem für immer diese Verbindung zu haben?  

Christoph Maria Herbst: Herrlich. Diese Nische gehört mir. Quasi ein Alleinstellungsmerkmal. In einer Welt, wo alles uniformer wird und sich alle immer mehr angleichen, ist das ein schönes Gefühl. Zudem wird der Bernd auch von den Nachwachsenden geliebt: zeitloser geht’s nicht.

TVM: Fühlen Sie sich Erik Merz verbundener?

Christoph Maria Herbst: Das kann ich nicht sagen. Ich bestücke immer den mit Herzblut, dem ich mich gerade widme.

TVM: Wie viel von Bernd Stromberg und Erik Merz steckt inzwischen in Ihnen? 

Christoph Maria Herbst: Ich bin noch immer kein Frauenfeind und verändere auch nicht mein Alter, um besser wegzukommen. Zudem bin ich kein nachtretender Scheidungsrüpel und dreh mich nicht ausschließlich um mich. Sie sehen: ich will nur spielen.

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