Bitterer Tag für Steakhaus-Erbin und ihren Lebensgefährten

Christina Block verliert Kinder endgültig: Erstes Statement nach historischem Urteil – „Nicht im Stich lassen“

Während im Hamburger Prozess auch ihr Partner Gerhard Delling unter Anklage steht, entzog ein dänisches Gericht Steakhaus-Erbin Christina Block nun das Sorgerecht für zwei ihrer Kinder. Ihr Statement nach dem Urteil hat es in sich.

 Gerhard Delling und Christina Block mit ihren Verteidigern auf dem Weg ins Gericht
TV-Moderator Gerhard Delling mit Rechtsanwalt David Rieks und seine Lebensgefährtin Christina Block mit ihren Verteidigern Ingo Bott und Paula Wlodarek vor einigen Wochen auf dem Weg ins Gericht. Foto: IMAGO / BREUEL-BILD

Für die Hamburger Unternehmerin Christina Block ist es ein bitterer Tag: Ein dänisches Gericht hat ihr das Sorgerecht für ihre beiden jüngsten Kinder Klara (15) und Theodor (11) entzogen. Der Vater, Stephan Hensel, bekommt das alleinige Sorgerecht – und die Mutter darf ihre Kinder nicht mehr sehen.

Während Block über das Urteil spricht, kämpft sie um Haltung. Und auch ihr Lebensgefährte, der frühere TV-Moderator Gerhard Delling, steht mit ihr im Zentrum der öffentlichen Aufmerksamkeit – denn auch er ist angeklagt.

Gericht entzieht Block das Sorgerecht

Das Westliche Landesgericht Dänemark (Vestre Landsret) entschied am 3. November, dass Christina Block das elterliche Sorgerecht vollständig verliert. Laut Urteil sollen die Kinder beim Vater bleiben, „da sie schwer traumatisiert sind“ und mehrfach erklärt haben, „keinen Kontakt zur Mutter zu wünschen“.

Ein neues psychologisches Gutachten, das Block gefordert hatte, lehnten die Richter ab. Sie erklärten, eine weitere Untersuchung könne den Kindern schaden. Für Block, die sich mittlerweile zu Wort gemeldet hat, unverständlich. „In den vergangenen Jahren ist im Austausch mit dänischen Sozialarbeitern einiges an Dokumentation dazu entstanden, was meine Kinder erklären … wie sie sich fühlen. Es hat allerdings niemand überprüft, ob das, was sie sagen, das ist, was sie wirklich meinen, oder … nur das …, was sie sagen müssen oder aber glauben, sagen zu müssen. Ein familienpsychologisches Gutachten wäre die Chance gewesen, endlich aufzuklären, was wirklich los ist.“

Dieser Wunsch wurde ihr jedoch nicht erfüllt. Das Gericht sah außerdem keine Grundlage für ein gemeinsames Sorgerecht – wegen der „angespannten Sicherheitslage“ und der fehlenden Kooperationsbasis mit der Mutter.

Der Anwalt von Hensel, Philip von der Meden, sagte dem „Stern“: „In dem Urteil steht ganz klar, dass es keine Entfremdung der Kinder seitens des Vaters gegeben hat.“ Er bestätigte zudem, dass gegen die Entscheidung keine regulären Rechtsmittel mehr möglich seien.

Christina Block: „Ich bin erschüttert über das Urteil in Dänemark“

In einem schriftlichen Statement, das dem „Stern“ vorliegt, reagierte Block auf die Entscheidung: „Ich bin erschüttert über das Urteil in Dänemark.

„Ich hatte gehofft, dass mir das dänische Gericht zumindest ein Umgangsrecht mit meinen Kindern einräumt … Seit mehr als vier Jahren habe ich keinen persönlichen Kontakt zu … Theo, Klara und Johanna. Es ist eine unerträgliche Situation, die mit dem widerrechtlichen Kindesentzug durch den Vater begann …“, so die verzweifelte Mutter.

Das ist für mich – und vor allem für meine Kinder – furchtbar,“ schreibt Block weiter. Sie betont, sie sei unschuldig und werde weiter für ihre Kinder kämpfen: „Trotz meiner Enttäuschung werde ich mich weiter um meine Kinder bemühen. Ich werde sie in dieser Situation bestimmt nicht im Stich lassen.

Auch Lebensgefährte Gerhard Delling angeklagt

Im laufenden Verfahren vor dem Hamburger Landgericht steht nicht nur Christina Block, sondern auch ihr Partner Gerhard Delling vor Gericht. Der früher bekannte ARD-Sportmoderator ist wegen Beihilfe zur versuchten Kindesentführung angeklagt.

Die Staatsanwaltschaft wirft Block vor, den Auftrag erteilt zu haben, ihre beiden Kinder in der Silvesternacht 2023/2024 aus der Obhut des Vaters zu entführen. Delling soll ihr dabei geholfen haben. Beide bestreiten die Vorwürfe.

Blocks Verteidiger Ingo Bott kritisierte, dass zentrale Beweismittel – darunter ein elektronisches Tagebuch auf Blocks Handy – nicht ordnungsgemäß beschlagnahmt worden seien. Bott sagte im Prozess: „Die Aufzeichnungen enthalten intime Notizen meiner Mandantin, innere Dialoge ihres Seelenlebens. Das ist nicht zulässig.“ Das Gericht entschied jedoch, die Inhalte zu verwerten.

Mehr zu dem nervenaufreibenden Fall:

Emotionale Szenen im Gerichtssaal

Als Teile des Tagebuchs verlesen werden, reagiert Christina Block sichtlich bewegt. Eine Passage lautet: „Ich hoffe so sehr, dass es nun langsam losgeht. Dass alles gut geht und dass er mich nicht komplett ablehnt.“

Unter Tränen erklärt sie: „Es handelt sich um einen Tagebucheintrag an Theos Geburtstag. Den dritten ohne ihn. Ich war in einem Ausnahmezustand. Meine Kinder waren weg. Meine Mutter war gestorben.

Diese Aussage machte im Gerichtssaal deutlich, wie sehr Block unter der Situation leidet – während der Prozess sie und ihren Partner Delling gleichzeitig unter massiven Druck setzt.

Ein Urteil mit weitreichenden Folgen

Das dänische Urteil markiert den vorläufigen Höhepunkt eines jahrelangen Familiendramas. Die Kinder leben inzwischen in Dänemark unter Sicherheitsmaßnahmen und neuer Identität. Christina Block bleibt der Zugang zu ihnen verwehrt.

Während der Strafprozess in Hamburg weiterläuft, steht fest: Juristisch ist das Sorgerecht endgültig entschieden. Für Block und Delling geht es nun darum, die strafrechtlichen Vorwürfe zu entkräften – und den eigenen Ruf zu retten.

Die komplette Vorgeschichte des Block-Falls kannst du hier nachlesen >>>

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