„Chivalware“ angespielt: Warum dieser Indie-Geheimtipp süchtig macht
Mit seiner ungewöhnlichen Mischung aus Roguelite, Match-3 und Echtzeit-Action hinterließ „Chivalware“ beim Anspielevent einen bleibenden Eindruck. Hat der Indie-Titel das Zeug zum Überraschungshit 2026?

Auweia, schon wieder keine Chance beim Boss des ersten Bioms, dabei lief es doch bis dahin richtig gut! Das neue Indie-Projekt von Regal Pigeon Games fordert die volle Aufmerksamkeit seiner Spieler:innen. Wer sich darauf einlässt, entdeckt jedoch ein absolut wildes und süchtig machendes Genre-Experiment.
Beim offiziellen Anspielevent konnte ich mir selbst ein Bild von „Chivalware“ machen. Der erste Eindruck: Der Titel verbindet mehrere Spielideen, die auf dem Papier kaum zusammenpassen dürften, in der Praxis aber erstaunlich gut funktionieren.
Einen ersten Eindruck vom Spiel bekommt ihr hier:

Match-3 trifft Roguelite trifft Echtzeit-Action
Auf den ersten Blick erinnert „Chivalware“ an klassische Grid-basierte Taktikspiele. Doch der Vergleich greift zu kurz. Während man gegnerischen Angriffen in Echtzeit ausweichen muss, gilt es gleichzeitig, auf dem Spielfeld passende Kacheln zu Dreierkombinationen zusammenzufügen.
Diese Matches liefern neue Waffen, Fähigkeiten und Vorteile für den aktuellen Run. Das klingt zunächst überschaubar, entwickelt sich aber schnell zu einer anspruchsvollen Herausforderung. Denn ständig konkurrieren mehrere Aufgaben um die Aufmerksamkeit des Spielers: Angriffe vermeiden, Positionen planen, Kacheln kombinieren und die eigene Ausrüstung optimieren.
Gerade diese permanente Reizüberflutung macht den Reiz von „Chivalware“ aus. Der Einstieg fällt entsprechend schwer. In den ersten Runden fühlte ich mich regelmäßig überfordert. Doch je besser die einzelnen Systeme ineinandergreifen, desto stärker entsteht ein Flow-Gefühl, das fast schon süchtig macht.
Cleveres Roguelite-Design sorgt für den „Nur noch ein Versuch“-Effekt
Besonders gelungen wirkt das Roguelite-Konzept. Jeder Durchlauf verläuft anders, neue Waffen und permanente Freischaltungen sorgen für langfristige Motivation. Gleichzeitig bleibt jede Entscheidung auf dem Spielfeld relevant.
Das erinnert an die besten Vertreter des Genres: leicht verständlich in den Grundmechaniken, aber mit genügend Tiefe, um auch nach vielen Stunden noch neue Strategien zu entdecken.
Dabei profitiert „Chivalware“ von seinem ungewöhnlichen Setting. Cyber-Elemente treffen auf mittelalterliche Fantasy, Ritter kämpfen mit Waffen auf Diskettenbasis und überall verstecken sich charmante Pixel-Art-Details. Das wirkt eigenständig und hebt das Spiel von vielen anderen Indie-Roguelites ab.
Demo ab sofort auf Steam verfügbar
Publisher The Arcade Crew und Entwickler Regal Pigeon Games haben „Chivalware“ endlich offiziell vorgestellt. Das Spiel soll im Herbst 2026 für PC erscheinen.
Wer sich selbst einen Eindruck verschaffen möchte, kann bereits jetzt die erste Demo auf Steam herunterladen. Diese enthält das erste Biom, den ersten Bosskampf sowie den spielbaren Charakter Disk Knight.
In der Vollversion warten laut Entwickler insgesamt vier unterschiedliche Biome, acht Bosse sowie zahlreiche freischaltbare Waffen, Gegenstände und Charaktere auf die Spieler:innen.
Mein erster Eindruck
Nach meiner Anspielsession in Paris gehört „Chivalware“ definitiv zu den interessantesten Indie-Entdeckungen des Jahres. Das Spiel verlangt Geduld und Einarbeitung, belohnt diese aber mit einem außergewöhnlich cleveren Gameplay-Mix, der sich deutlich von der Konkurrenz abhebt.
Noch ist offen, ob die Langzeitmotivation über viele Stunden hinweg trägt. Das Fundament stimmt jedoch bereits jetzt. Wenn die Vollversion das Niveau der Demo halten kann, besitzt „Chivalware“ alle Voraussetzungen, um sich zum nächsten Indie-Geheimtipp zu entwickeln.









