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„Caren Miosga“ und „Maischberger“: So viel kosten die ARD-Talkformate wirklich!

Sowohl „Caren Miosga“ als auch „Maischberger“ laufen bis Ende 2027 weiter im Ersten. Inhaltlich soll alles bleiben, wie es ist – bei den Kosten dagegen gibt es deutliche Verschiebungen.

‚Miosga‘, ‚Maischberger‘ und ‚Hart aber fair‘
Sandra Maischberger und Caren Miosga gemeinsam mit Luis Klamroth. Foto: ARD/Marc Rehbeck/Julia Sellmann/Thomas Kierok/Montage

Die politischen Talkshows von Caren Miosga und Sandra Maischberger gehören seit Jahren zu den wichtigsten Formaten der ARD. Miosga übernahm erst 2023 den prominenten Sonntagabend-Sendeplatz von Anne Will und erzielte zuletzt im Schnitt rund 3,2 Millionen Zuschauer bei Marktanteilen um 14,5 Prozent. Maischberger sendet bereits seit 2003 und erreicht aufgrund der späteren Sendezeit zwischen 22.50 Uhr und Mitternacht durchschnittlich etwa 1,45 Millionen Menschen.

So viel kostet „Caren Miosga“ die ARD

Federführend für die Produktion von „Caren Miosga“ ist der Norddeutsche Rundfunk (NDR). Für die kommenden zwei Jahre hat die ARD laut „Medieninsider“ ein Budget von 12,3 Millionen Euro eingeplant. 11,8 Millionen Euro davon gehen an die Produktionsfirma MIO Media, an der Caren Miosga mehrheitlich beteiligt ist. Die Firma übernimmt die komplette Herstellung – von Redaktion über Kamera bis zur Maske, inklusive der nicht offengelegten Vergütung der Moderatorin.

Eine 60-minütige Ausgabe kostet in der kommenden Vertragsperiode 206.000 Euro und liegt damit etwas unter dem bisherigen Niveau von 219.000 Euro. Der Minutenpreis sinkt von 3650 auf 3430 Euro. Der Grund: Entwicklungskosten und Studiodesign fallen künftig weg, sodass trotz gleicher Gesamtbudgets Einsparungen möglich sind.

Auch „Maischberger“ wird teurer

Für Sandra Maischbergers Talkshow ist der Westdeutsche Rundfunk (WDR) zuständig. Das Budget fällt deutlich höher aus: Für 2026 und 2027 rechnet die ARD laut „Medieninsider“ mit Gesamtkosten von 18,3 Millionen Euro, nach 17,6 Millionen Euro in den Jahren 2024 und 2025. Die Produktion verantwortet Vincent Productions, ein Unternehmen im Besitz von Sandra Maischberger. Hinzu kommt ihr separat kalkuliertes Moderationshonorar.

Ab 2026 erhält Maischberger pro Ausgabe rund 21.000 Euro inklusive Altersvorsorge – bei 133 geplanten Sendungen entspricht das etwa 2,8 Millionen Euro. In der aktuellen Periode liegt ihr Honorar bei rund 21.600 Euro pro Folge.

Die Gesamtausgaben steigen dennoch: Eine 75-minütige Ausgabe wird ab 2026 etwa 138.000 Euro kosten, der Minutenpreis liegt dann bei 1835 Euro. Aktuell sind es noch 132.000 Euro pro Sendung und 1760 Euro pro Minute.

Quellen