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„Am Puls“ im ZDF: Frisst KI unsere Jobs oder eröffnet sie neue Chancen?

Künstliche Intelligenz verändert unser Leben rasant und stellt viele vor eine entscheidende Frage: Wird KI zur Bedrohung für unsere Jobs oder zur großen Chance? Das ZDF widmet dem Thema eine ganze Schwerpunktwoche.

Am Puls - Deutschland diskutiert: Christian Sievers steht vor einer orangefarbenen Wand auf der Icons von stilisierten Menschen abgebildet sind, die sich unterhalten und schaut in die Kamera.
Christian Sievers führt die Live-Diskussion. Foto: ZDF/Vielfein

Die Auswirkungen von Künstlicher Intelligenz sind längst im Alltag angekommen – ob im Job, in der Schule oder im kreativen Bereich. Genau hier setzt das ZDF mit seiner Themenwoche „Frisst KI unsere Jobs?“ an und beleuchtet die Entwicklungen aus verschiedenen Perspektiven. Im Mittelpunkt steht die große Live-Sendung „Am Puls – Deutschland diskutiert“, moderiert von Christian Sievers, die am 5. Mai 2026 um 20:15 Uhr ausgestrahlt wird.

Live-Diskussion im ZDF: Deutschland spricht über KI

In der 90-minütigen Live-Sendung wird das Thema KI nicht abstrakt behandelt, sondern ganz konkret in den Alltag geholt. Menschen aus ganz Deutschland werden per Videowand zugeschaltet und berichten aus ihren Wohnzimmern, wie sich ihr Berufsleben bereits verändert hat. Manche erleben KI als echte Erleichterung, andere fürchten um ihre Zukunft.

Gemeinsam mit Expert:innen, Politiker:innen und Betroffenen diskutiert Moderator Christian Sievers zentrale Fragen: Welche Jobs stehen wirklich auf der Kippe? Welche neuen Chancen entstehen? Und wie kann verhindert werden, dass Beschäftigte durch den technologischen Wandel abgehängt werden? Gleichzeitig richtet sich der Blick auch auf die Politik und die Verantwortung der Entscheider. Es geht darum, welche Regeln und Leitplanken nötig sind, damit KI dem Gemeinwohl dient und nicht zum Risiko wird.

„Am Puls“-Doku zeigt: KI ist längst Realität

Bereits vor der Live-Sendung liefert die Dokumentation „Am Puls mit Florian Neuhann – Frisst die KI unsere Jobs?“ eindrucksvolle Einblicke. Der Wirtschaftsjournalist begibt sich auf Spurensuche und trifft Menschen, die die Veränderungen bereits unmittelbar spüren. Seine Einschätzung ist deutlich: Es handle sich um „eine Riesenwelle, die diesmal vor allem Menschen in Büros erfasst“. Damit wird klar, dass längst nicht mehr nur industrielle Berufe betroffen sind, sondern zunehmend auch klassische Schreibtischjobs.

Besonders eindrucksvoll ist ein Experiment an einer Universität, bei dem ein KI-System gegen angehende Juristen antritt und am Ende das überzeugendste Gutachten liefert.

Kreative unter Druck: KI wird zur Konkurrenz

Während KI in vielen Bereichen als hilfreiches Werkzeug gefeiert wird, wächst in kreativen Berufen die Sorge. Illustratorin Anne Behl beschreibt die Situation sehr deutlich: „Keine KI könnte irgendein Bild generieren, wenn die nicht trainiert worden wäre - unerlaubterweise - mit unseren Bildern.“

Für viele Kreative fühlt sich die Entwicklung wie ein doppelter Verlust an – ihre Werke dienen als Grundlage für die Technologie, die ihnen später Aufträge wegnimmt. Entsprechend emotional fällt ihre Reaktion aus: „Das tut halt einfach echt weh.“

Auch ihr Mann sieht die Entwicklung kritisch und betont, dass KI längst nicht mehr nur ein Werkzeug sei, sondern zunehmend als Ersatz eingesetzt werde.

Wie ist die Lage im Silicon Valley?

Ganz anders ist die Perspektive in den USA. Dort wird KI vor allem als große Chance gesehen. Unternehmer Astro Teller beschreibt die Bedeutung der Technologie mit klaren Worten: „KI ist für uns so elementar wie Elektrizität oder Computerchips.“ Sein Rat klingt fast wie ein Appell: „Wenn du dich einem Tsunami entgegenstellst und Stopp rufst, wirst du nur nass. Hol dir ein Surfbrett, lerne zu surfen.“

Die ZDF-Formate machen deutlich: Die Arbeitswelt steht vor einem tiefgreifenden Wandel. Entscheidend wird sein, wie schnell sich Menschen auf diese Entwicklung einstellen können. Experten warnen bereits davor, dass sich Veränderungen immer schneller vollziehen und oft kaum vorhersehbar sind. Wer mithalten will, muss bereit sein, sich weiterzuentwickeln oder neue Wege zu gehen.

Quellen

  • ZDF