Eurovision Song Contest

ESC 2026: Das ändert sich beim deutschen Vorentscheid

Wer fährt für Deutschland zum ESC 2026 nach Wien? Neun Acts treten im „Deutschen Finale“ an – mit Sarah Engels, Malou Lovis & Co. Hier findest du alle wichtigen Infos zur Show!

Collage von Barbara Schöneberger und Hazel Brugger
Barbara Schöneberger und Hazel Brugger führen durch den Abend. Foto: IMAGO / BREUEL-BILD / APress

Es stellt sich die ewige Frage: Schafft es Deutschland endlich wieder nach vorn beim Eurovision Song Contest? Am Samstag, 28. Februar, entscheidet sich im Ersten ab 20:30 Uhr, wer das Land beim ESC-Finale am 16. Mai in Wien vertreten darf. Neun Acts stehen im „Eurovision Song Contest – Das Deutsche Finale 2026“ auf der Bühne. Doch in diesem Jahr ist einiges anders.

Neues System: Das läuft beim ESC-Vorentscheid 2026 anders

2026 markiert einen Umbruch: Nicht mehr der NDR, sondern der SWR ist innerhalb der ARD federführend für den ESC zuständig. Für eingefleischte Fans ist das ein echter Einschnitt – für das TV-Publikum bleibt vieles vertraut.

Moderiert wird die dreistündige Live-Show erneut von Barbara Schöneberger, diesmal an der Seite von Hazel Brugger, die bereits beim ESC-Finale 2025 in Basel auf der großen Bühne stand.

Spannend ist vor allem das neue Voting-System: Zunächst entscheidet eine 20-köpfige internationale Expertenjury aus 20 ESC-Teilnehmerländern, welche drei Acts es ins Superfinale schaffen. Erst dann darf das Publikum abstimmen – telefonisch oder online. SWR-Sprecher Jürgen Ruf erklärt dazu: „Die Zuschauer sind die Königsmacher.“

Zuvor liegt die Vorauswahl allerdings allein bei der Jury. Ruf betont außerdem: „Wir sind in einem internationalen Musik-Wettbewerb. Um beim ESC zu gewinnen oder vorne zu liegen, muss der Siegersong international überzeugen. Das ist das Entscheidende.“

Dieses System sorgt bereits im Vorfeld für Diskussionen – denn die Zuschauerinnen dürfen nicht mehr aus allen neun Songs wählen, sondern nur noch aus den drei Jury-Favoriten.

Diese Acts stehen im ESC-Vorentscheid 2026 auf der Bühne

Von Casting-erprobten Stimmen bis zu Indie-Formationen: Neun Acts kämpfen um das Ticket nach Wien – Sarah Engels, Malou Lovis, Molly Sue, Laura Nahr, Myle, Bela, Wavvyboi, Ragazzki und Dreamboys The Band.

Das bekannteste Gesicht im Line-up ist Sarah Engels. Die frühere „DSDS“-Finalistin (2011) ist seit Jahren fester Bestandteil der deutschen TV-Landschaft, stand unter anderem bei „Let’s Dance“ und „The Masked Singer“ im Rampenlicht und spielt aktuell im Musical „Moulin Rouge“ in Köln. Mit „Fire“ setzt sie auf eingängigen, tanzbaren Pop.

Ebenfalls mit Casting-Erfahrung starten Malou Lovis, Gewinnerin von „The Voice of Germany“ 2023, mit der Midtempo-Ballade „When I’m With You“, sowie Molly Sue, die mit „Optimist (Ha Ha Ha)“ eine emotionale Klavierballade präsentiert.

Für große ESC-Geste sorgt Wavvyboi aus Liechtenstein: Sein Song „Black Glitter“ steigert sich von ruhigen Passagen zu einem Glamrock-Finale mit Gitarren-Energie – visuell wie musikalisch auffällig.

Indie- und Italo-Vibes bringen Ragazzki mit „Ciao Ragazzki“ sowie Dreamboys The Band mit „Jeanie“ auf die Bühne. Komplettiert wird das Feld von Bela („Herz“), **Myle („A Ok“) und Laura Nahr („Wonderland“) – moderne Pop-Entwürfe mit unterschiedlichen Klangfarben.

Konzert-Atmosphäre im Studio

Der SWR setzt auf Event-Charakter: Im Berliner Studio sollen über 1300 Zuschauerinnen und Zuschauer dabei sein – teilweise stehend direkt vor der Bühne. ESC-Kommentator Thorsten Schorn begleitet die Show.

Die Startreihenfolge bleibt bis zum Abend geheim – sie soll eine „Überraschung für die Zuschauer“ sein.

Wer überzeugt Europa?

Nach Platz 15 im vergangenen Jahr ist die Erwartungshaltung hoch. Die Mischung aus internationaler Jury und Publikumsentscheid soll sicherstellen, dass der deutsche Beitrag nicht nur im eigenen Land funktioniert, sondern auch europaweit punktet.

Am Samstag gegen 23 Uhr steht fest, wer die ESC-Mission 2026 übernimmt.

Quellen