„All das Ungesagte zwischen uns – Regretting You“ Kritik: Gefühlsachterbahn trifft ins Herz
Lohnt sich der Kinobesuch für Colleen Hoovers neue Buchverfilmung „All das Ungesagte zwischen uns“? Hier findest du die Antwort!

Colleen Hoovers nächstes Buch hat es auf die Leinwand geschafft. Nach „Nur noch ein einziges Mal – It Ends With Us“ läuft jetzt „All das Ungesagte zwischen uns – Regretting You“ im Kino – genauer gesagt ab dem 23. Oktober. Ist diese Buchverfilmung gelungen und lohnt sich der Kinobesuch? Hier mehr dazu!
Worum geht es in „All das Ungesagte zwischen uns – Regretting You“?
„All das Ungesagte zwischen uns – Regretting You“ erzählt die parallel verlaufenden Geschichten von Morgan Grant (Allison Williams), einer jungen Mutter, und ihrer 16-jährigen Tochter Clara (Mckenna Grace), deren Welt von einer verheerenden Familientragödie erschüttert wird. Mit Warmherzigkeit und Humor verknüpft dieser bewegende Film Claras ergreifende Coming-of-Age-Geschichte mit Morgans emotionaler Reise, die mit Blick in ihre eigene Vergangenheit ihre Zukunft neu definiert.

Der Cast allein überzeugt schon
Nicht nur Colleen Hoovers Bücher haben eine große Fanbase – beim „Regretting You“-Cast ist der Hype nicht weniger groß. Vor allem die Besetzung der jüngeren Hauptrollen von Clara und Miller löste schon im Vorhinein große Begeisterung aus. Und die war auch mehr als berechtigt. Die Chemie zwischen Mckenna Grace, die gerade auch für den 6. „Tribute von Panem“-Film vor der Kamera steht, und Mason Thames, der im Sommer in der Realverfilmung von „Drachenzähmen leicht gemacht“ und danach in „Black Phone 2“ überzeugte, bringt einen sofort zum Schwärmen – wie ihr merkt.

Die weiteren Hauptrollen wie Allison Williams’ Rolle als Claras Mutter Morgan und Dave Francos Rolle Jonah sowie die Nebenrollen, wie Scott Eastwood als Morgans Ehemann Chris, Willa Fitzgerald als Morgans Schwester Jenny, Sam Morelos als Claras beste Freundin Lexie und Clancy Brown als Millers Großvater, sind weitere i-Tüpfelchen.
Josh Boone, dem wir die Buchadaption von „Das Schicksal ist ein mieser Verräter“ zu verdanken haben, führte Regie. Das Drehbuch stammt von Susan McMartin, die an der Verfilmung der „After Passion“-Buchreihe mitwirkte. Deren Autorin Anna Todd war übrigens eine der Produzent:innen von „Regretting You“. Einfluss auf die Umsetzung hatten auch Colleen Hoover sowie die Schauspieler:innen Mckenna Grace, Allison Williams und Dave Franco als ausführende Produzent:innen.

„Regretting You“ weckt allerlei Emotionen
Achtung, ab hier folgen leichte Spoiler für die Handlung von „All das Ungesagte zwischen uns – Regretting You“.
Trauer, Wut, Enttäuschung, Verrat – die Figuren durchleben eine ganze Reihe schwieriger Emotionen. Und nicht alle gehen damit auf die bestmögliche Weise um. Das löst auch beim Zuschauen allerlei Gefühle aus …
Nach Chris’ und Jennys tödlichem Autounfall kommen viele Geheimnisse ans Licht. Vor allem Morgan und Jonah haben mit den Enthüllungen zu kämpfen und verschweigen Clara, was sie erfuhren. Diese neuen Geheimnisse bringen immer mehr Distanz zwischen die zuvor enge Mutter-Tochter-Beziehung. Auch wenn Morgan Clara nur schützen will, erreicht sie damit das Gegenteil.

Die Frage „Wer bist du, wenn sich dein ganzes Leben als Lüge entpuppt?“ stürzt Morgan verständlicherweise in eine Selbstfindungskrise. Sie kann schließlich niemanden mehr mit ihrer Wut konfrontieren.
Der Film thematisiert Geheimnisse, die nie hätten entstehen sollen und von Jenny und Chris jahrzehntelang aus Feigheit aufrechterhalten wurden. Auf die Frage „Wie kann man seiner Schwester bzw. seiner Frau so etwas antun?“ bekommen weder Morgan noch wir Zuschauer:innen eine Antwort.
Und dennoch findet der Film ein gutes Gleichgewicht und webt Positives in die Erzählung ein: Humor und Romantik lockern die Handlung auf. Vor allem die beginnende Romanze zwischen Clara und Miller ist herzerwärmend. In Filmen sehen wir oft das typische Bad-Boy-Klischee, und zunächst scheint Miller auch so dargestellt zu werden, aber das entspricht nicht seinem Wesen. Er ist eigentlich ein netter Kerl. Und das ist zugegeben sehr erfrischend.
Ist diese Colleen-Hoover-Buchadaption gelungen?
„All das Ungesagte zwischen uns – Regretting You“ ist eine sehr gelungene Buchverfilmung, die für sich steht und auch ohne Buchvorkenntnisse überzeugt. Aber auch die Buchfans werden zufrieden sein. Der Sing-along-Soundtrack, der talentierte Cast und das sehr detaillierte Set-Design, mit Claras Schneekugelsammlung und Millers Filmplakatwand, hauchen Colleen Hoovers Roman neues Leben ein.
Kleiner Fun Fact: Für die Szenen, in denen Rückblicke von Morgan, Jenny, Chris und Jonah als Teenager gezeigt werden, wurden keine jüngeren Schauspieler:innen gecastet. Stattdessen machte die Produktion von Spezialeffekten Gebrauch und verpasste Allison Williams, Willa Fitzgerald, Scott Eastwood und Dave Franco einfach eine CGI-Verjüngungsbehandlung. Das glattgebügelte Ergebnis löst ein kurzes Schmunzeln aus, funktioniert aber.
In „Regretting You“ geht es um Trauer, die (erste) große Liebe, aber vor allem um die Beziehung zwischen Morgan und Clara. Die Mutter-Tochter-Beziehung ist eine Art eigenständige Einheit, und es ist mitreißend zu sehen, wie sie sich entwickelt, wenn beide Teile in unterschiedliche Richtungen driften und dabei ihre eigene Persönlichkeit weiterentwickeln.
Mein Tipp: Schaut den Film, es lohnt sich, aber bringt Tempos mit – es ist schließlich eine Colleen-Hoover-Verfilmung– IYKYK.










