Fernsehen

Abschaltung beim ZDF: Sender ab November nur noch in HD

SD hat ausgedient. Ab November 2025 sendet das Zweite Deutsche Fernsehen nur noch in HD. Wir zeigen dir, wie du weiterhin die fünf betroffenen ZDF-Sender schauen kannst.

ZDF HD Symbol über TV mit HD-Ready-Symbol + Fragezeichen
Ist dein Fernseher HD-fähig? So findest du es heraus! Foto: TV Movie / Canva

ZDF schaltet SD-Sender im November ab

Ab dem 18. November sendet das ZDF nur noch im hochauflösenden HD (High Definition = hohe Bildauflösung mit 1280 x 720 Pixeln). Zuschauer:innen über Satellit und Kabel können somit nicht mehr die Inhalte in SD (Standard Definition mit 720 x 576 Pixeln) schauen. Konkret betroffen davon sind die Sender ZDF, ZDFinfo, ZDFneo, 3sat und KiKA.

Eine bessere Auflösung ist natürlich gerne gesehen. Doch vor allem ältere TV-Geräte und Sat-Receiver, die älter als zehn bis zwölf Jahre alt sind, unterstützen nicht das HD-Format. Sogar ein HD-Ready-Fernseher reicht nicht aus.

Wer langfristig planen und eine moderne Auflösung haben möchte, ist mit einem neuen Fernseher am besten beraten. Ebenso besteht die Möglichkeit, den alten SAT-Receiver durch einen HD-Receiver auszutauschen.

Moderne Fernseher haben SAT-Receiver schon verbaut

Einen externen SAT-Receiver kann man sich heutzutage bei vielen modernen Fernsehern sparen. Denn viele Modelle haben bereits einen DVB-Receiver integriert. DVB ist die Abkürzung für Digital Video Broadcasting, also digitale Videoübertragung. Auf den Oberbegriff DVB folgt immer ein Buchstabe, der die Empfangstechnologie beschreibt:

DVB Symbol - Foto: Wikipedia
Alle DVB-Signale in der Übersicht
  • DVB-S: Bezeichnet den Empfang von Fernseh- und Radiosignalen über Satellit.

  • DVB-S2: Der Nachfolgestandard von DVB-S, der eine Weiterentwicklung für höhere Datenraten und HD-Empfang darstellt.

  • DVB-C: Das C steht für Cable und bezieht sich auf das digitale Kabelfernsehen.

  • DVB-T: Beschreibt den digitalen Empfang von terrestrischem Antennenfernsehen.

  • DVB-T2: Die Weiterentwicklung von DVB-T, die seit 2019 in Deutschland der Standard für Antennenfernsehen ist und HD-Qualität ermöglicht.

Die meisten modernen Fernseher haben integrierte digitale Tuner, oft als Triple Tuner, die alle drei Empfangsarten Antenne, Kabel und Satellit abdecken können. Der Fernsehempfang über DVB ist dabei komplett kostenlos, und du kannst alle frei empfangbaren Sender ohne zusätzliche Kosten schauen.

Unsere Kaufempfehlung: Der Hisense 50E7Q ist nicht nur Amazons Bestseller und hat eine Kundenbewertung von 4,4 Sternen (bei rund 2.900 Stimmen), sondern unterstützt auch die DVB-Signale T2/T/C/S2/S. Von der Preis-Leistung machst du mit diesem 4K-QLED-Fernseher definitiv nichts falsch:

Mit diesem TV kannst du aufnehmen, während du einen anderen Sender schaust

Ein Triple Tuner wie der Hisense empfängt zwar alle drei DVB-Standards, erlaubt aber nicht gleichzeitig das Aufnehmen und Schauen eines anderen Senders, da er nur über einen einzelnen Tuner pro Empfangsweg verfügt. Die Lösung: Ein Twin-Tuner, der das gleichzeitige Anschauen eines anderen Senders während einer Aufnahme ermöglicht. Allerdings kannst du nur einen Empfangskanal nutzen, also Antenne (DVB-T), Satellit (DVB-S) oder Kabel (DVB-C).

Um auch dieses Problem zu lösen, gibt es sogenannte Twin-Triple-Tuner, die mit allen drei Empfangstechniken kompatibel sind und die gleichzeitige Nutzung von zwei Empfangskanälen ermöglichen. Mit dieser Technik kannst du also beispielsweise ein Programm über Antenne schauen und ein anderes über Satellit aufnehmen.

Der top bewertete LG OLED G29LA mit 65 Zoll Bildschirmgröße hat einen Twin-Triple-Tuner verbaut. Aktuell kannst du noch bei Amazon diesen Fernseher ergattern, das Kontingent ist aber aufgrund der hohen Nachfrage nahezu erschöpft.

Kann ich auch einfach den alten SAT-Receiver gegen einen HD-Receiver austauschen?

Ja, damit kannst du auf jeden Fall die Sender empfangen. Wenn dein TV aber kein HD unterstützt (besonders bei Röhrenfernsehern der Fall), wird das Bild nicht so gut dargestellt, wie es eigentlich sein könnte.

Falls dich die herunterskalierte Auflösung nicht stört, ist ein neuer HD-Receiver auf jeden Fall die günstigere Lösung:

Aber Vorsicht: Die Stecker müssen passen. Moderne Geräte haben oft nur HDMI, alte Geräte hingegen meistens nur SCART.

Wie erkenne ich, ob meine Geräte HD übertragen können oder nur SD?

Ein erstes Indiz ist das Alter deines TVs. Die Grenze für die Unterstützung von HD-Formaten liegt bei zehn bis zwölf Jahren. Ob dein Fernseher HD (High Definition) oder nur SD (Standard Definition) übertragen kann, erkennst du auch mit den folgenden Hinweisen:

HD Ready - Foto: Canva
Hinweise für HD-Kompatibilität

1. Blick auf das Typenschild oder Handbuch

Auf der Rückseite oder Unterseite des Fernsehers findest du meist ein Typenschild mit der Modellnummer (z. B. Samsung UE40J5150). Suche die Modellnummer im Internet – auf der Herstellerseite steht dann, ob der Fernseher HD-ready, Full HD oder 4K UHD ist.

2. Anzeige beim Fernsehen prüfen

Wenn du einen HD-Sender einschaltest (zum Beispiel ZDF HD), sollte in der Infoanzeige (meist über die „Info“-Taste auf der Fernbedienung) der Hinweis „HD“ erscheinen.

Falls das Bild sichtbar schärfer ist als bei SD-Sendern oder der Fernseher „Kein HD-Signal“ meldet, kannst du daraus schließen, ob er HD-fähig ist.

3. Auflösung im Menü nachsehen

Öffne das Einstellungsmenü → Bild → Bildschirmauflösung oder Signalinfo.

Typische Werte sind:

  • SD: 720 × 576 Pixel

  • HD-ready: 1.280 × 720 Pixel

  • Full HD: 1.920 × 1.080 Pixel

  • 4K / UHD: 3.840 × 2.160 Pixel

 Wenn dein Fernseher mindestens 1.280 × 720 Pixel anzeigen kann, ist er HD-fähig. 

4. Anschlüsse prüfen

Ein Fernseher mit HDMI-Anschluss kann fast immer auch HD-Signale verarbeiten. Geräte mit nur Scart-Anschluss unterstützen in der Regel nur SD.

Wird der Rundfunkbeitrag jetzt erhöht?

Für die Höhe des Rundfunkbeitrags hat die SD-Abschaltung keine Folgen, und es bleibt vorerst bei den aktuell 18,36 Euro monatlich. Erst im Januar 2025 wurde eine geplante Erhöhung auf 18,94 Euro von den Ländern abgelehnt. ARD und ZDF haben daraufhin bereits eine Klage beim Bundesverfassungsgericht eingereicht. Hier heißt es also Abwarten.

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