Uwe geht in die Bollen

„23 Years Later“: Setzt Uwe Boll die Horrorreihe jetzt fort?

Uwe Boll lässt den Zombies freien Lauf und nimmt dabei Rücksicht auf niemanden – vor allem nicht auf Paul W. S. Anderson. Was es mit „23 Years Later“ auf sich hat …

Uwe Boll posiert lächelnd neben einem Plakat seines Films „House of the Dead“.
Ein Mann mit Horror-Erfahrung: Setzt Uwe Boll eines der größten Zombie-Franchises fort? Foto: IMAGO / sepp spiegl

Eigentlich hatte sich Regisseur Dr. Uwe Boll 2016 zur Ruhe gesetzt, kehrte 2022 jedoch mit dem vielfach kritisierten Film „Hanau“ zurück. Seitdem folgten vier weitere Filme, die allerdings mal mehr und mal weniger große Wellen wie Bolls Comeback-Film schlugen. Nun sorgt aber die Ankündigung seines neuesten Streifens für allgemeine Verwirrung, da er inoffiziell einen ganz anderen Film fortsetzen möchte – und augenscheinlich dabei noch einem Regisseur auf die Füße treten will.

„23 Years Later“: Welchen Film möchte Boll fortsetzen?

Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass ein Film namens „23 Years Later – The Castle of the Dead“ ein Mockbuster, also eine gezielte Kopie von „28 Years Later: The Bone Temple“, sein soll. Tatsächlich ist diese Annahme aber falsch.

Statt das von Danny Boyle gegründete Zombie-Franchise zu persiflieren, verfolgt Boll einen ganz anderen Ansatz: 2003 brachte der Regisseur den Film „House of the Dead“ heraus, bei dem es sich um eine Adaption des gleichnamigen Videospiels von Sega handelte. Erst vor Kurzem wurde angekündigt, dass ein Film-Reboot erscheinen soll, bei dem Paul W. S. Anderson Regie führen wird. Das hat Boll nun dazu veranlasst, seine ganz eigene – wenn auch wegen fehlender Lizenzrechte inoffizielle – Fortsetzung anzukündigen.

Uwe Boll: Was ist der Plan für „23 Years Later“?

Dass dies ein bewusster Schachzug zu sein scheint, lässt sich daran festmachen, dass Boll für die Hauptrollen Jonathan Cherry und Ona Grauer gecastet hat, die bereits in seiner „House of the Dead“-Adaption die Leads waren. Ob darüber hinaus weitere Ähnlichkeiten zum Plot des Films existieren, bleibt fraglich. Im Rahmen der Ankündigung wurde allerdings bekannt, dass der Streifen – wie der Titel bereits verrät – in einem Schloss spielen soll.

Dafür macht der berühmt-berüchtigte Regisseur aber klar, was man von „23 Years Later“ erwarten darf:Als ich gehört habe, dass Paul Anderson ‚House of the Dead‘ rebootet, habe ich sofort gewusst, dass das eine seelenlose CGI-Orgie wird. Und ich will einen komplett anderen Zombie-Film machen: blutig, gory und handgemacht.“

Was aus diesen Plänen wird, bleibt abzuwarten. Die Dreharbeiten sollen noch im September beginnen. Darüber hinaus plant Boll aber auch eine Fortsetzung seines Films „Alone in the Dark“, ebenfalls eine Videospieladaption, und bringt diesen Sommer „Citizen Vigilante“ heraus, in dem Armie Hammer mitspielt.