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Nach Baldwin-Freispruch: Quentin Tarantino attestiert "Rust"-Star Mitschuld

"Rust"-Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed wurde verurteilt, Alec Baldwin freigesprochen. Kult-Regisseur Tarantiono findet aber, Baldwin trage eine Mitschuld. 

Tarantino gibt Baldwin Mitschuld an Rust-Tod
Alec Baldwin ist ein freier Mann. Doch nicht für jeden ist das Thema abgeschlossen. Foto: Imago / Zuma Wire / Everett Collection
Inhalt
  1. Halyna Hutchins Tod am "Rust"-Set: Was bisher geschah
  2. „Rust“-Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt
  3. "Rust"-Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed: Anklage wegen Manipulation von Beweismitteln
  4. "Rust": Prozesses gegen Alec Baldwin beendet
  5. Tarantino gibt Baldwin indirekt Mitschuld

Lange wurde rund um den Todesfall am "Rust"-Set ermittelt, verschiedenen Beteiligten des Westerns wurde der Prozess gemacht. Während Hannah Gutierrez-Reed verurteilt wurde, stellte man das Verfahren gegen Alec Baldwin vor einigen Wochen ein. Der Schauspieler hatte am Set des Films die Waffe gehalten, mit der Kamerafrau Halyna Hutchins getötet und Regisseur Joel Souza verletzt hatte. Die für den "Rust"-Film verantwortliche Waffenmeisterin hingegen wurde wegen fahrlässiger Tötung und Manipulation von Beweismitteln im Zusammenhang mit Hutchins Tod zur Höchststrafe von 18 Monaten Haft verurteilt. Hannah Gutierrez-Reed hatte auf "nicht schuldig" plädiert und sagte, sie sei nicht direkt für Hutchins' Tod verantwortlich. Die Geschworenen sahen das anders. Während das Gericht ihr also einen Großteil der Schuld attestierte, hat Kult-Regisseur Quentin Tarantino nun ein anderes Bild gezeichnet. Er sagt, Baldwin trage ein Mitschuld (mehr dazu am Ende des Textes).

 

Halyna Hutchins Tod am "Rust"-Set: Was bisher geschah

Prozess gegen Hannah Gutierrez-Reed: In den Gerichtsakten hatte der Hauptverteidiger Jason Bowles auf die Feststellungen der für die Sicherheit am Arbeitsplatz zuständigen Aufsichtsbehörden verwiesen, wonach es weitreichende Probleme gegeben habe, die über die Kontrolle der Waffenmeisterin hinausgegangen seien. Die Staatsanwaltschaft hatte angekündigt, Beweise dafür vorzulegen, dass Gutierrez-Reed scharfe Munition an einen Drehort brachte, an dem dies ausdrücklich verboten war. Die Waffenmeisterin habe mehrere Gelegenheiten versäumt, die Sicherheit zu gewährleisten, und schließlich eine scharfe Patrone in die Waffe geladen, die Hutchins am Ende das Leben kostete. 

Auch interessant:

 

„Rust“-Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed zu 18 Monaten Gefängnis verurteilt

Hannah Gutierrez-Reed
Hannah Gutierrez-Reed war die Waffenmeisterin des Films "Rust". Foto: Jim Weber-Pool/Getty Images

Die Staatsanwälte Kari Morrissey und Jason Lewis hatten im April zunächst eine Anklage wegen fahrlässiger Tötung gegen Baldwin abgewiesen, weil ihnen mitgeteilt worden war, dass die Waffe möglicherweise vor der Schießerei modifiziert worden war und eine Fehlfunktion aufwies. Eine neuere Analyse der Waffe kam zu dem Schluss, dass der "Abzug ausreichend gezogen oder gedrückt werden musste, um den vollständig gespannten oder eingezogenen Hahn des Revolvers zu lösen".

 

"Rust"-Waffenmeisterin Hannah Gutierrez-Reed: Anklage wegen Manipulation von Beweismitteln

Die Anklage wegen Manipulation von Beweismitteln ging auf Vorwürfe zurück, sie habe nach der Schießerei einem anderen Besatzungsmitglied eine kleine Tüte mit Betäubungsmitteln übergeben, um eine Entdeckung durch die Strafverfolgungsbehörden zu vermeiden. Ihre Anwälte sagten, diese Anklage sei ein Versuch der Staatsanwaltschaft, Gutierrez-Reeds Charakter zu beschmutzen. Die Tasche sei weggeworfen worden, ohne den Inhalt zu testen, so die Verteidiger.

Außerdem wurde Gutierrez-Reed in einem anderen Fall beschuldigt, in einer Bar in der Innenstadt von Santa Fe eine Waffe mit sich geführt zu haben, was einen Verstoß gegen das staatliche Gesetz darstellt. Ihre Anwälte behaupteten, dass diese Anklage dazu benutzt wurde, Gutierrez-Reed zu einem falschen Geständnis über den Umgang mit scharfer Munition am Set von Rust zu zwingen.

 

"Rust": Prozesses gegen Alec Baldwin beendet

Der Prozess gegen Alec Baldwin wegen fahrlässiger Tötung am Set von "Rust" begann am 9. Juli. Sechzehn Geschworene wurden für den Prozess in New Mexico berufen. Fünf Männer und 11 Frauen wurden von den Sonderstaatsanwälten des Bezirks Santa Fe und den Verteidigern des Schauspielers ausgewählt. Zur Überraschung aller ging der Prozess schneller vorbei als erwartet. Johanna Haag, die als Geschworene im Prozess tätig war, berichtet jetzt, dass ihr Vertrauen in die Argumente der Staatsanwaltschaft im Laufe des Verfahrens geschwunden sei. Sie erklärt: "Es war offensichtlich ein Unfall, und die Vorstellung, dass etwas absichtlich oder durch grobe Fahrlässigkeit geschah, erschien mir unrealistisch." Darüber hinaus wurden im Gerichtssaal Videoaufnahmen des Unfalls gezeigt, bei deren Anblick Alec "zu traurig und schockiert" wirkte.

Auch Gabriela Picayo, eine weitere Geschworene, glaubt fest an Alecs Unschuld. Sie ist der Ansicht, dass Alec darauf vertraut hatte, dass die Requisiten-Crew am Set ihre Arbeit ordnungsgemäß erledigt. In einem Interview erklärt sie, dass sie versucht habe, unvoreingenommen zu bleiben, aber allmählich begann, die Anklage als "sehr albern" zu empfinden.

Letztendlich mussten die Geschworenen jedoch kein Urteil fällen, da die Klage zurückgezogen wurde. Dies geschah, weil die Staatsanwaltschaft den Anwälten von Alec "kritische Beweismittel" vorenthalten hatte.

 

Tarantino gibt Baldwin indirekt Mitschuld

Doch die Sache ist nicht für jeden abgeschlossen! Komiker Bill Maher hatte kürzlich Kult-Regisseur Quentin Tarantino im Podcast "Club Random" zu Gast. Als die Unterhaltung auf den "Rust"-Unfall kam, bezeichnete der Host die Tatsache, dass sich Alec Baldwin vor Gericht verantworten musste, als "Schwachsinn". Quentin Tarantino sah das anders. "Der Waffenmeister ist zu 90 Prozent für alles verantwortlich, was mit der Waffe geschieht", räumte er zwar ein. Doch er findet auch: "Der Schauspieler ist zu 10 Prozent verantwortlich". Immerhin handle es sich um eine potenziell tödliche Waffe. "Sie sind bis zu einem gewissen Grad Partner in der Verantwortung", erklärte der Regisseur seine Sicht der Dinge. 

Die Schauspielergewerkschaft ist anderer Meinung. Die SAG-AFTRA hatte in einem Statement erklärt, die Schuld von Schauspieler:innen liege in einem solchen Fall bei null. "Die Aufgabe eines Schauspielers ist es nicht, ein Schusswaffen- oder Waffenexperte zu sein", so die Gewerkschaft im Januar 2024. Mehrerer Experten seien für den sicheren und korrekten Umgang mit Set-Waffen verantwortlich, nicht die Darstellerinnen und Darsteller. 

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